BDA-Präsident gibt Amt ab: Dulger soll Nachfolger werden

dpa Berlin. Nach sieben Jahren an der Spitze der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) gibt Ingo Kramer das Amt als ihr oberster Interessenvertreter gegenüber der Bundesregierung vorzeitig ab. Als seinen Nachfolger wolle Kramer Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger vorschlagen, bestätigte eine BDA-Sprecherin am Samstag in Berlin. Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („FAZ“) darüber berichtet. Demnach zieht sich Kramer zwölf Monate vor dem turnusmäßigen Ende seiner Amtszeit zurück.

Ingo Kramer spricht bei einer Veranstaltung. Foto: Sina Schuldt/dpa-Pool/dpa/Archivbild

Ingo Kramer spricht bei einer Veranstaltung. Foto: Sina Schuldt/dpa-Pool/dpa/Archivbild

In einem Schreiben an die Präsidiumsmitglieder der BDA erinnert Kramer laut „FAZ“ an die Terminlage, nach der die Bildung der neuen Bundesregierung und die planmäßige Wahl des BDA-Präsidenten im nächsten Jahr fast gleichzeitig stattfänden. Er wolle sein Amt daher vorzeitig übergeben, damit einem Nachfolger beziehungsweise einer Nachfolgerin genügend Zeit bleibe, sich einzuarbeiten und „aktiv an der Debatte über Schwerpunkte der neuen Legislaturperiode“ mitzuwirken. Der Präsidiumssitzung am 30. September werde er vorschlagen, Rainer Dulger auf der Mitgliederversammlung im November wählen zu lassen.

Dulger führt seit 2012 Gesamtmetall, den Arbeitgeber-Dachverband der Metall- und Elektroindustrie mit vier Millionen Beschäftigten. Dazu zählen die Autoindustrie, der Maschinenbau, aber auch Eisengießereien und Medizintechnikhersteller. Im Hauptberuf ist Dulger Geschäftsführender Gesellschafter der Prominent GmbH in Heidelberg, eines mittelständischen Herstellers von Dosier- und Spezialpumpen mit 2700 Beschäftigten.

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Erstellt:
19. September 2020, 11:57 Uhr

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