Erdbeben im Südwesten
Boden wackelt im Ortenaukreis: Erdbeben der Stärke 2,4
Plötzlich wackelt der Boden: Im Ortenaukreis spüren am Sonntag viele Menschen ein Erdbeben. Warum der Südwesten öfter bebt.
© IMAGO/Paul-Philipp Braun
Das Epizentrum des Bebens lag laut dem Erdbebendienst des Landes in Kippenheim (Symbolbild).
Von red/dpa/lsw
Ein Erdbeben der Stärke 2,4 hat am Sonntag den Ortenaukreis in Baden-Württemberg erschüttert. Das Epizentrum des Bebens lag laut dem Erdbebendienst des Landes in Kippenheim. Demnach gab es zahlreiche Wahrnehmungen von Menschen aus der Ortenau und dem Schwarzwald. Das Beben wurde um 23.00 Uhr registriert. Über mögliche Schäden war zunächst nichts bekannt.
Baden-Württemberg ist das seismisch aktivste Bundesland in Deutschland. Im globalen Vergleich wird die Erdbebenaktivität von Experten jedoch nur als moderat eingestuft. Spürbar sind Beben laut dem Erdbebendienst etwa ab einer Stärke von zwei.
Mehr als 50 Messstationen wachen über den Südwesten
Im Jahr 2025 sind in Baden-Württemberg bisher 14 Erdbeben spürbar gewesen. Das hatte der Landeserdbebendienst Baden-Württemberg (LED) am Regierungspräsidium Freiburg mitgeteilt. Demnach hatten 13 der Beben ihr Epizentrum im Land, eines ging vom benachbarten Schweizer Gebiet aus und war bis nach Baden-Württemberg zu spüren.
Der LED betreibt eigenen Angaben zufolge zur Überwachung ein Messnetz mit rund 50 Stationen im ganzen Land. Ergänzt werde dieses durch Daten aus benachbarten Regionen und Ländern. Erdbebendaten liefen in Echtzeit in der Zentrale in Freiburg ein, würden automatisch ausgewertet und im Nachgang von Seismologen überprüft. Bei stärkeren Beben gebe es eine schnelle Benachrichtigung von Behörden und Öffentlichkeit.
Erdbeben können nicht vorhergesagt werden. Geologische Analysen und historische Daten erlauben aber eine Einschätzung der seismischen Gefährdung, etwa für Bauvorgaben und Notfallpläne.
