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Bürgerinitiative fordert Bürgerbefragung zu Opernsanierung

dpa/lsw Stuttgart. Angesichts der kalkulierten Kosten von möglicherweise mehr als einer Milliarde Euro für die Opernsanierung in Stuttgart fordert eine Bürgerinitiative eine Bürgerbefragung zu dem Bauprojekt. „Das sind unanständig hohe Kosten“, sagte der frühere TV-Moderator Wieland Backes („Nachtcafé“) am Dienstagabend der dpa. Backes ist das Aushängeschild des „Aufbruchs Stuttgart“, eines Vereins, der sich einmischen möchte in die Gestaltung der teils betonlastigen Stuttgarter Innenstadt. Nach seiner Einschätzung verlief die bisherige Planung der Sanierung nicht demokratisch genug.

Das sanierungsbedürftige Opernhaus in Stuttgart. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Das sanierungsbedürftige Opernhaus in Stuttgart. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Die am Dienstag im Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater vorgelegte Kalkulation für die Sanierung und die mehrjährige Zwischenlösung übertreffe alle Befürchtungen der Initiative. „Wir gingen von Kosten bis zu 800 Millionen Euro aus und wurden dafür gescholten“, sagte Backes. „Und jetzt liegt die Kalkulation sogar noch darüber.“ Er hält es für möglich, dass die Pläne von Stadt und Land weder im Gemeinderat noch im Landtag eine Mehrheit erhalten. „Es gib im Landtag Regionen, die eigene Interessen haben und kein Verständnis.“

Über die Sanierung des denkmalgeschützten Opernbaus entscheiden Gemeinderat und Landtag, weil Stadt und Land die Kosten als Träger der Staatstheater jeweils zur Hälfte übernehmen.

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Erstellt:
5. November 2019, 21:02 Uhr

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