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Bundesregierung: Deutsche verbrauchen das meiste Papier

dpa Berlin. Kein anderes Industrie- und Schwellenland verbraucht so viel Papier, wie Deutschland. Vor allem hat sich hierzulande der Verbrauch von Papierverpackungen deutlich erhöht.

Aktenordner in einem Büro. Foto: Johannes Schmitt-Tegge/dpa

Aktenordner in einem Büro. Foto: Johannes Schmitt-Tegge/dpa

Der Pro-Kopf-Verbrauch an Papier, Pappe und Karton ist nach Angaben der Bundesregierung in Deutschland so hoch wie in keinem anderen Industrie- und Schwellenland der G20.

Demnach hat sich in Deutschland insbesondere der Verbrauch von Papierverpackungen deutlich erhöht. Zuletzt habe er bei 96,3 Kilogramm pro Kopf gelegen, 1991 seien es noch knapp 70 Kilogramm gewesen.

Ursache dieser Entwicklung sei die starke Zunahme des Online-Handels, hieß es. Auch die Bundesregierung und ihre nachgelagerten Behörden trügen zu dem hohen Verbrauch bei. 2015 wurden dort den Angaben zufolge 1,15 Milliarden Blatt Papier verbraucht. 2018 seien es 1,05 Milliarden Blatt gewesen.

Die umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Bettina Hoffmann, sagte der Zeitung, der Waldbedarf für die deutsche Papierproduktion umfasse rein rechnerisch eine Fläche von 40.000 Fußballplätzen. Nötig sei ein gesetzlich verankertes Abfallvermeidungsziel, das auch Papier und Pappe umfasse, so Hoffmann.

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Erstellt:
5. Oktober 2019, 15:32 Uhr

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