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CDU sucht Verwendung für Friedrich Merz

Gespräch Kramp-Karrenbauers mitGegenkandidat bleibt ohne Erfolg

Berlin /DPA - Rund eineinhalb Wochen nach seiner Niederlage bei der Wahl zum CDU-Vorsitz ist die politische Zukunft von Friedrich Merz weiter offen. Ein Gespräch der neuen Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer mit dem Ex-Fraktionsvorsitzenden am letzten Donnerstag brachte kein Ergebnis. Es soll im Januar fortgesetzt werden. Merz war bis zu seiner überraschenden Kandidatur für die Nachfolge von Angela Merkel seit Jahren politisch abgetaucht gewesen. Viele CDU-Politiker fordern nun, dass er trotz seiner Niederlage wieder eine wichtige Rolle in der Partei spielen soll.

Der frühere Bundestagspräsident Norbert Lammert sagte der „Welt am Sonntag“ auf die Frage, ob er von Merz erwarte, dass dieser entweder Verantwortung übernehme oder schweige, das Grundrecht der Redefreiheit gelte für jeden – auch vor, während und nach Parteitagen. „Allerdings hat sich die Partei schon gewünscht, dass er mit seiner profilierten Position nicht nur von diesem Recht Gebrauch macht, sondern sich dafür auch in die Pflicht nehmen lässt.“

Kramp-Karrenbauer hatte sich am 7. Dezember beim CDU-Bundesparteitag gegen Merz durchgesetzt. Lammert sagte, Merz wäre von den Delegierten „in jede denkbare weitere Funktion“ gewählt worden, für die er kandidiert hätte. Man müsse aber respektieren, dass er das nicht wollte. Nach Ansicht des sachsen-anhaltischen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff (CDU) sollte Merz in die Strategieplanung der Partei eingebunden werden. „Der konservativere Lungenflügel der CDU“ müsse deutlicher beatmet werden, zudem habe er den Eindruck, dass Merz die Interessen des Ostens „deutlich im Blick hat“, sagte Haseloff der „Magdeburger Volksstimme“. Aus Haseloffs Sicht braucht die CDU eine Beratergremium, das sich in Grundsatzfragen laut zu Wort meldet. „In solch ein Team gehören Merz aber auch Ole von Beust, Roland Koch und andere. Sie haben den nötigen Abstand zum politischen Tagesgeschäft.“ Ein Kabinettsposten für Merz wäre ideal, aber das sei nicht realistisch, da die Posten verteilt seien.

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Erstellt:
17. Dezember 2018, 03:14 Uhr

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