CDU-Vize Strobl: Kanzlerkandidatenkür der Union im Dezember

dpa Berlin. CDU-Bundesvize Thomas Strobl hat sich für eine Entscheidung über die Unions-Kanzlerkandidatur noch im Dezember ausgesprochen. „Sinnvoll wäre eine zügige Entscheidung im zeitlichen Umfeld des CDU-Parteitags“, sagte Strobl der „Bild“-Zeitung. „Das hat 70 Jahre lang zwischen den Schwesterparteien gut geklappt und wird auch diesmal gut klappen. Eine monatelange Hängepartie hilft niemandem, nur den politischen Gegnern.“ Eine Verschiebung der Kür des gemeinsamen Kanzlerkandidaten etwa auf März 2021, wie es CSU-Chef Markus Söder vorgeschlagen hatte, hält Strobl nicht für sinnvoll.

Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU). Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU). Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Strobl lehnte eine Verschiebung des Anfang Dezember in Stuttgart geplanten CDU-Wahlparteitags aus rechtlichen Gründen ab. „Ich halte gar nichts davon, den Bundesparteitag zu verschieben. Nach dem
Parteiengesetz und nach unserer eigenen Satzung muss der Parteitag
mit der Vorstandswahl in diesem Jahr stattfinden.“ Für die Wahlen sei „ein Präsenz-Parteitag mit anwesenden Delegierten gesetzlich und rechtlich vorgeschrieben“.

Der baden-württembergische Innenminister wandte sich auch gegen „Klüngelei und Trickserei“ im Wettstreit um den CDU-Vorsitz. „Die CDU ist die Partei des Wettbewerbs und darauf können wir stolz sein. Entscheidend ist, wie man miteinander umgeht, und da ist mir nicht bange.“ Bislang gelten NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der Wirtschaftsexperte Friedrich Merz und der Außenexperte Norbert Röttgen als aussichtsreiche Kandidaten für den CDU-Vorsitz.

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Erstellt:
6. September 2020, 18:10 Uhr

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