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Coronavirus: Rotes Kreuz bereitet sich auf den Ernstfall vor

dpa/lsw Stuttgart. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Südwesten bereitet sich auf einen möglichen Ausbruch von Erkrankungen an dem Coronavirus vor. „Unsere Aufgabe ist es, uns rechtzeitig und frühzeitig auf alle Eventualitäten vorzubereiten“, sagte Jürgen Wiesbeck, Einsatzleiter für alle Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in Stuttgart. „Das erwarten die Bürger von uns.“ Seit einer Woche beraten im Einsatzstab Fachleute den Ernstfall. „Wir hoffen zugleich, dass es nicht so dramatisch wird.“

Überlegt wird, wie mit Menschen umgegangen wird, die aufgrund von Symptomen wie Fieber eine Ansteckung befürchten. „Es ist nicht sinnvoll, dass diese Bürger einfach das Haus verlassen und dabei womöglich andere infizieren“, sagte Wiesbeck. Entweder müssten Ärzte zu den Betroffenen gebracht werden oder die Menschen würden zu vereinbarten Uhrzeiten an einer mobilen Stelle getestet, etwa in einem Fahrzeug. Die Logistik könne das DRK übernehmen. Überdies macht die Hilfsorganisation mit landesweit 32 000 Aktiven sich Gedanken, wie Menschen, die wegen Kontakt mit Infizierten in häuslicher Absonderung leben, mit Lebensmitteln und Hygiene-Artikeln versorgt werden können.

Das DRK hält in Kirchheim/Teck auch ein Reservestation in einem DRK- Tagungshaus für eine mögliche, aber nicht erwartete Quarantäne vor. Es handelt sich um das Gebäude, das ursprünglich für die Aufnahme der 15 China-Rückkehrer gedacht war. Es erwies sich mit einer Kapazität von einem Dutzend Gästen aber als zu klein. Jetzt sind die negativ getesteten zehn Erwachsenen und fünf Kinder in einem Hoteltrakt in Kirchheim untergebracht und werden vom DRK betreut.

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Erstellt:
27. Februar 2020, 16:08 Uhr

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