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Dax schüttelt hohe Vortagesverluste ab

dpa Frankfurt/Main. Nach der steilen Abwärtsbewegung zur Wochenmitte hat sich der deutsche Aktienmarkt auf Erholungskurs begeben und fester geschlossen.

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Die Schlagzeilen beherrschten dabei Einzelwerte wie Wirecard, Bayer und Lufthansa.

Der Dax pendelte über weite Strecken des Handels um seinen Vortagesschlusskurs und legte im späten Handel etwas zu. Letztlich gewann der deutsche Leitindex 0,69 Prozent auf 12.177,87 Punkte. Am Vortag hatte der Dax fast dreieinhalb Prozent an Wert eingebüßt. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte stieg um 1,39 Prozent auf 25.879,25 Punkte.

Der EuroStoxx 50 endete 0,71 Prozent im Plus bei 3218,91 Punkten. Der Cac 40 in Paris legte um rund 1,0 Prozent zu, der FTSE 100 in London stieg um rund 0,4 Prozent. Der Dow Jones Industrial stagnierte zum europäischen Handelsschluss auf Vortagesniveau.

Unter den Einzelwerten schossen - was die prozentuale Veränderung angeht - wieder einmal die Aktien von Wirecard den Vogel ab. Nachdem die Papiere in den vergangenen sieben Tagen bereits rund neunzig Prozent ihres Wertes verloren hatten, rauschte ihr Kurs bis auf 2,50 Euro in die Tiefe. Letztlich sackten sie um mehr als 71 Prozent auf 3,53 Euro ab. Der in einen Milliardenskandal verstrickte Zahlungsdienstleister steht am Abgrund. Das Unternehmen meldete wegen Überschuldung und drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz an.

Die Lufthansa-Anteilsscheine rückten als MDax-Spitzenreiter um mehr als 7 Prozent vor. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung stimmten die Aktionäre dann nachbörslich zu, den Staat als Anteilseigner einsteigen lassen zu wollen. Damit fest verbunden ist das neun Milliarden Euro schwere Rettungspaket, das in den Wochen zuvor zwischen Frankfurt, Berlin und Brüssel ausgehandelt worden ist.

Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer gab am Vorabend milliardenschwere Vergleiche zu den rechtlichen Problemen in den USA bekannt. Dabei geht es vor allem um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat. Bei Analysten kamen die jüngsten Nachrichten gut an. Die Anleger nutzten jedoch die guten Nachrichten zum Verkauf der Papiere nach dem Kurszuwachs der zurückliegenden Wochen. Entsprechend verloren Bayer als zweitschwächster Dax-Wert 2,9 Prozent.

Besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen des US-Klebstoffherstellers H.B. Fuller wirkten positiv auf die Papiere von Henkel. Die im Dax notierten Vorzüge verteuerten sich um 3,2 Prozent.

Der Euro gab etwas nach. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1219 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1200 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,43 Prozent am Vortag auf minus 0,47 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,16 Prozent auf 145,14 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,25 Prozent auf 176,54 Punkte.

© dpa-infocom, dpa:200625-99-557729/7

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Erstellt:
25. Juni 2020, 09:50 Uhr

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