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DGB: Arbeitgeber sollen Teilnahme an Klimademos erlauben

dpa/lsw Stuttgart. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Baden-Württemberg hat die Arbeitgeber im Land dazu aufgerufen, ihren Mitarbeitern die Teilnahme an den Fridays for Future-Demonstrationen in dieser Woche zu ermöglichen. „Klimaschutz gehört oben auf die politische Agenda“, sagte der Landesvorsitzende Martin Kunzmann. „Öffentliche Investitionen in den Klimaschutz müssen Vorrang haben vor der Politik der schwarzen Null“.

Das Logo des DGB in einem roten schräg nach rechts gekippten Rechteck ist auf weißem Hintergrund zu sehen. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

Das Logo des DGB in einem roten schräg nach rechts gekippten Rechteck ist auf weißem Hintergrund zu sehen. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

Am kommenden Freitag (20. September) ist weltweit ein „Klimastreik“ geplant. Die Fridays-for-Future-Aktivisten im Südwesten hoffen auf Tausende Teilnehmer. Der DGB ruft zur Teilnahme an dem Aktionstag auf. Arbeitnehmer, die an der Aktion teilnehmen wollen, müssen allerdings freinehmen oder vom Arbeitgeber die Erlaubnis einholen.

Kunzmann warnte davor, einfach ohne Absprache mit dem Chef dem Arbeitsplatz fernzubleiben. „Beschäftigte dürfen nur außerhalb ihre Arbeitszeit demonstrieren, sofern ihr Arbeitgeber nichts anderes angekündigt hat.“ Die Fridays-for-Future-Aktivisten sprechen zwar von „Streiks“. In Deutschland gibt es ein Streikrecht aber nur im Rahmen von Tarifauseinandersetzungen.

Der DGB Baden-Württemberg als Arbeitgeber will seinen Mitarbeitern die Teilnahme ermöglichen, auch die Beschäftigten der Gewerkschaft Verdi dürfen einem Sprecher zufolge zu den Demonstrationen. Die Stadt Tübingen mit dem Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) will Mitarbeiter, die an ihrem Arbeitsplatz abkömmlich sind, ebenfalls teilnehmen lassen. Beim Autobauer Daimler etwa hieß es hingegen, die Beschäftigten müssten Urlaubs- oder Gleitzeittage nehmen, um an der Klimademonstration teilzunehmen. Der Softwareanbieter SAP verwies auf flexible Arbeitszeiten, die Mitarbeiter nutzen könnten.

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Erstellt:
16. September 2019, 12:57 Uhr

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