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Digitale Bildungsplattform soll bis zum Frühjahr 2023 kommen

dpa/lsw Stuttgart. Das Land will den Schulen bis zum Frühjahr 2023 eine digitale Bildungsplattform anbieten. Nach dem Debakel um die Bildungsplattform „ella“ wird das Projekt völlig neu aufgesetzt. Die jetzt geplante Plattform soll in Modulen entstehen, wobei das Land die Module fertig einkaufen will. Als erstes soll ein Messengersystem angeboten werden. Folgen sollen ein Mailsystem für Lehrer und ein Lernmanagementsystem. Das sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Donnerstag im Bildungsausschuss des Landtags.

Eine Tasse mit dem Logo der Bildungsplattform „ella“. Foto: Sebastian Gollnow/Archivbild

Eine Tasse mit dem Logo der Bildungsplattform „ella“. Foto: Sebastian Gollnow/Archivbild

Die grün-rote Vorgängerregierung hatte im Dezember 2015 beschlossen, allen Lehrern und Schülern eine digitale Bildungsplattform namens „ella“ bereitzustellen. Als vor der Einführung im Februar 2018 gravierende technische Schwierigkeiten auftraten, sagte Eisenmann den Start ab. Ein Gutachten des Landesrechnungshofes hatte eine Reihe von Mängeln beim Projektmanagement aufgelistet. Im Fokus steht Kultusministerin Eisenmann, aber auch Innenminister Thomas Strobl (CDU), an dessen Ressort die IT-Behörde BitBW angegliedert ist.

Eisenmann geht nach eigenen Worten davon aus, dass man mit den veranschlagten 24 Millionen Euro für die Bildungsplattform auskommt. Darin nicht enthalten sind die 6,5 Millionen Euro, die schon an den bisherigen Entwickler Iteos gezahlt wurden und die das Land zurückfordert. Ob es gelingt, das Geld zurück zu bekommen, ist bislang offen. Der Rechnungshof hat einen Vergleich vorgeschlagen.

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Erstellt:
26. September 2019, 18:52 Uhr

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