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Direktorin: Marbachs Literaturarchiv platzt aus allen Nähten

dpa/lsw Marbach. Nachlässe, Sammlungen, Archive, sogar Büsten und Möbel - dem Deutschen Literaturarchiv Marbach geht bereits in wenigen Monaten der Platz aus. „Die Bibliothek ist Ende des Jahres voll, das Archiv Mitte des nächsten“, sagte die neue Direktorin des Archivs, Sandra Richter, der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Samstag). Jahr für Jahr wachse das Archiv am Neckar um 1300 Regalmeter. Sie hoffe auf ein Zwischenlager, das das Weitersammeln erlaube. „Parallel dazu müssen wir bauen“, sagte sie den Zeitungen. „Marbach soll schließlich keine rein museale Einrichtung werden“, es müsse sich weiterentwickeln können.

Das Deutsche Literaturarchiv in Marbach. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild

Das Deutsche Literaturarchiv in Marbach. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild

Nach den Vorstellungen Richters könnte ein offenes Forschungsarchiv mit einem jedermann zugänglichen Schaumagazin entstehen. Dort solle der Besucher Einblick in die eindrucksvollen Bestände gewinnen können.

Im Deutschen Literaturarchiv werden Literatur und Philosophie seit 1750 bis hin zur Gegenwart verwahrt. Offiziellen Angaben zufolge ruhen in rund 44 000 Archivkästen mehr als Tausend Nachlässe, Sammlungen von Schriftstellern oder Übersetzern, dazu Archive von Verlagen und Redaktionen. Die Bibliothek sei die größte Spezialsammlung zur neueren deutschen Literatur - mit rund einer Million Bänden.

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Erstellt:
21. Juni 2019, 15:45 Uhr

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