DoorDash startet Deutschland-Geschäft in Stuttgart

dpa Stuttgart. Das Geschäft mit Essenslieferungen boomt - auch wegen der Corona-Pandemie und der Arbeit im Home-Office. Nun mischt ein großer US-Anbieter mit. Er startet im Land der Spätzle und Maultaschen.

Ein DoorDash-Plakat hängt an einer Scheibe des Restaurants „Masseria“. Foto: Marijan Murat/dpa

Ein DoorDash-Plakat hängt an einer Scheibe des Restaurants „Masseria“. Foto: Marijan Murat/dpa

Der US-Lieferdienst DoorDash startet sein neues Deutschland-Geschäft in Stuttgart. „Stuttgart ist für uns eine Art Test um zu sehen, ob es Appetit in Deutschland gibt für DoorDash“, sagte Mitgründer Andy Fang am Mittwoch in Stuttgart. „Wenn wir erfolgreich in Stuttgart sind, dienen uns die hier gesammelten Erfahrungen auch in anderen Städten.“

DoorDash ist Fang zufolge das marktführende Lieferunternehmen in den USA. Die Firma aus San Francisco hatte erst vor rund einer Woche angekündigt, für rund sieben Milliarden Euro den finnischen Anbieter Wolt zu übernehmen, der unter anderem in Berlin aktiv ist. DoorDash baut damit sein Gebiet um mehr als 20 Länder aus. In Europa ist bisher der niederländische Konzern Just Eat Takeaway besonders stark, zu dem auch die Marke Lieferando gehört. .

DoorDash wolle Händler unterstützen, online zu gehen, sagte Fang. Nur 18,5 Prozent der Restaurants in Deutschland seien bisher auf einem Internet-Marktplatz für Lieferungen. In Stuttgart sollen außer Essen auch Blumen und Alkoholprodukte an Kundinnen und Kunden geliefert werden, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Das Unternehmen will in der baden-württembergischen Landeshauptstadt mit 30 Kurierfahrern anfangen. „Ich möchte klarstellen, dass wir in Deutschland Kurierfahrer Vollzeit über eine Agentur beschäftigen“, erklärte Fang. „Wir bieten ihnen Trainings für die Sicherheit, und sie bekommen die Ausrüstung, die sie für ihren Job brauchen - Helme, Handschuhe, Winterjacken. Sie erhalten auch E-Bikes.“

Fang äußerte sich nicht näher zu dem Deal mit Wolt, da dieser nicht abgeschlossen sei. „Ich kann nicht so viel darüber sagen.“ Man warte auf die Billigung der Wettbewerbsbehörden.

© dpa-infocom, dpa:211117-99-31846/3

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Erstellt:
17. November 2021, 11:20 Uhr

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