Ein Teamplayer und Projektmanager nimmt Abschied
Pfarrer Christof Mosebach wird in den Ruhestand verabschiedet. Er war 23 Jahre in den Gemeinden Sulzbach-Spiegelberg und Weissach tätig.
Zum Abschied von Pfarrer Christof Mosebach (vorne rechts) sprachen ihm Dekan Rainer Köpf (vorne Mitte) sowie die Mitglieder des evangelischen Kirchengemeinderats in Weissach im Tal ihren Dank aus. Foto: Dekanat Backnang
Weissach im Tal. Bereits beim Betreten des Kirchenraums werden die persönlichen Arbeitsschwerpunkte von Pfarrer Christof Mosebach deutlich. Das fröhliche Kinderlachen und eine bunte Schar von Besuchern aus allen Generationen zeigen, wie wichtig die Familienarbeit dem scheidenden Pfarrer war. Seit 23 Jahren war Christof Mosebach Gemeindepfarrer im Evangelischen Kirchenbezirk Backnang. Am vergangenen Sonntag wurde er in der Agatha-Kirche in Unterweissach von Dekan Rainer Köpf in den Ruhestand verabschiedet.
Köpf erinnerte in seiner Begrüßung, dass der Segen Gottes „heute bei diesem Abschiedsgottesdienst mit Händen zu greifen“ sei. Die vielen Gruppen und Projekte, die Mosebach ins Leben gerufen habe, zeigten die Segensspur, die der rührige Pfarrer hinterlasse. In seiner Abschiedspredigt betonte Mosebach das theologische Zentrum seiner Arbeit, die „ausgebreiteten Arme, mit denen Gott alle Menschen an sein Herz einlädt, damit sie Ruhe finden sollen.“
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Auch in der Weissacher Kommune wurde Mosebachs Engagement geschätzt. Mit einem Fußball, den Bürgermeister Daniel Bogner bei seinem Grußwort überreichte, erinnerte er daran, dass Mosebach ein guter „Teamplayer und Projektmanager“ gewesen sei. Für die Missionsschule Unterweissach ermutigte deren Direktorin Tina Arnold dazu, geistliche Aufgaben auch getrost loszulassen, weil „Christus das Schiff seiner Gemeinde führt“. Christof Mosebachs positives Verhältnis zur Ökumene kam in den Grußworten von Regine Pscheidl (Arbeitskreis Christlicher Kirchen) und Claudia Peyer (Katholische Kirche) zum Ausdruck. Dieter Handel sprach für den Evangelischen Kirchenbezirk und die Nachbargemeinden. Er kenne Mosebach schon seit seinem Anfang im Kirchenbezirk und schätze dessen „konstruktive und zupackende Art“. Pfarrer Mosebach war auch Bezirksjugendpfarrer in der Region Backnang. Als Vertreter des EJW sprach Jörg Schaal seinen Dank aus. Schaals Beispiel als Vorsitzender des Weissacher Kirchengemeinderats zeige, dass das „Engagement im Jugendwerk einen Jugendlichen für noch weitere gesellschaftliche Aufgaben vorbereitet“. Der emotional bewegende Gottesdienst wurde vom Kirchenchor unter Leitung von Heilwig Coelle und der Gruppe „Wave und Sound“ (Leopold Hartzsch und Katrin Dietz) begleitet.
Für Mosebach geht mit seinem Ruhestand ein 40-jähriger Dienst in der württembergischen Landeskirche zu Ende. Nach seinem Ausbildungsvikariat in Waldenburg war er als Assistent des Dekans in Neuenbürg tätig. Anschließend folgte eine neunjährige Beauftragung in Marschalkenzimmern im Schwarzwald. Von dort aus führte sein Weg 2003 ins Murrtal. Fast 18 Jahre lang war er Gemeindepfarrer in Sulzbach-Spiegelberg. Mitten in der Coronazeit wechselte er die Stelle und kam nach Weissach im Tal. Seinen Ruhestand wird er in Cottenweiler verbringen. Dekan Köpf betonte in seinem Schlusswort, dass der Name „Mosebach“ nicht nur für eine Person, sondern auch für ein ganzes Team stehe. Deswegen dankte er auch dessen Frau Sigrun und der Familie für deren Einsatz in der evangelischen Landeskirche. pm
