Eine Million Euro für Althütte
Das Land fördert die moderne Abwassertechnik.
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Althütte kann mit Fördermitteln in Höhe von einer Million Euro rechnen. Archivfoto: Andrea Wahl
Althütte. Das Regierungspräsidium Stuttgart fördert die Gemeinde Althütte im Rems-Murr-Kreis mit knapp 1,1 Millionen Euro für die digitale Modernisierung von sechs Regenüberlaufbecken im zweiten Funktionsabschnitt. Ziel sei es, die Anlagen digital zu vernetzen und den Gewässerschutz im Rems-Murr-Kreis durch präzise Messtechnik nachhaltig zu stärken, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums. „Sauberes Wasser ist eine unserer kostbarsten Ressourcen und die Grundlage für ein intaktes Ökosystem. Mit der Nutzung moderner Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sorgen wir in Althütte dafür, dass unsere Bäche und Flüsse auch bei Starkniederschlägen bestmöglich geschützt werden“, betonte Regierungspräsidentin Susanne Bay anlässlich der Förderzusage.
Bei einem Mischsystem fließen Schmutz- und Regenwasser gemeinsam in einem Kanal. Bei besonders starken Regenfällen können die Kläranlagen diese Wassermassen nicht immer vollständig aufnehmen. Hier kommen Regenüberlaufbecken zum Einsatz: Sie speichern das Wasser zwischen oder lassen es kontrolliert in die Gewässer ab. Das Land Baden-Württemberg schreibt seit 2018 vor, alle Anlagen technisch auf den neuesten Stand zu bringen.
In Althütte werden im zweiten Funktionsabschnitt sechs Becken mit moderner Mess-, Regel- und Fernwirktechnik ausgestattet. Dazu gehören unter anderem Durchflussmesser und elektronische Steuerungen, die den Betrieb der Anlagen nicht nur sicherer, sondern auch zeitsparender und kostengünstiger machen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf insgesamt 2,09 Millionen Euro. Der große Vorteil der neuen Technik liegt in der Geschwindigkeit: Durch die Anbindung an ein zentrales Überwachungssystem werden Störungen sofort erkannt. Die Mitarbeitenden der Kläranlage können so eingreifen, bevor ein Schaden für die Umwelt entsteht. Zudem ermöglichen die erhobenen Daten eine genaue Dokumentation und eine stetige Optimierung der Entlastungsbauwerke.
Die aktuelle Förderung knüpft an die bereits umgesetzte Maßnahme an. Bereits im Dezember 2023 wurde der erste Bauabschnitt für die Becken in Lutzenberg und Kallenberg mit rund 419700 Euro bezuschusst. pm
