Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Eisenmann: Bei Antisemitismus nicht wegsehen

dpa/lsw Stuttgart. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat davor gewarnt, Antisemitismus nur bestimmten gesellschaftlichen Gruppen oder Orten zuzuschreiben. „Antisemitismus zeigt sich überall. Er ist ein gesamtgesellschaftliches Problem“, sagte sie am Freitag bei einem Fachtag zu Antisemitismus an Schulen in Stuttgart. Antisemitismus könne auch subtil sein, etwa dann, wenn dem jüdischen Staat das Existenzrecht abgesprochen werde. Bei Antisemitismus sei jeder in der Gesellschaft gefordert einzuschreiten. „Wir dürfen weder wegsehen noch weghören“, sagte Eisenmann, die auch designierte Spitzenkandidatin der CDU für die Landtagswahl 2021 ist.

Der Spruch „Gegen jeden Antisemitismus!“ prangt an der Toilettenwand einer Bildungseinrichtung. Foto: Arne Dedert/Archivbild

Der Spruch „Gegen jeden Antisemitismus!“ prangt an der Toilettenwand einer Bildungseinrichtung. Foto: Arne Dedert/Archivbild

Seit April 2018 müssen alle öffentlichen Schulen Vorfälle an die Aufsichtsbehörden melden, die antisemitisch oder anderweitig religiös oder ethnisch begründet sind. 27 Schulen haben seitdem antisemitische Vorfälle an die Kultusverwaltung gemeldet. Darunter seien Hakenkreuz-Schmierereien und antisemitische Äußerungen gewesen, teilte eine Sprecherin von Eisenmann mit. Auch seien antisemitische Verschwörungstheorien in sozialen Medien verbreitet worden.

Zum Artikel

Erstellt:
5. Juli 2019, 10:26 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!