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EnBW erwägt Ausstieg bei Mannheimer MVV

dpa/lsw Mannheim. Der Karlsruher Energieversorger EnBW prüft nach 15 Jahren einen Ausstieg bei der Mannheimer MVV. Dies erfolge in enger Abstimmung mit dem kommunalen Energieunternehmen MVV, teilte die EnBW am Dienstag mit. Sie hält an der MVV fast 29 Prozent der Anteile. Auch die Kölner RheinEnergie, wie die MVV ein kommunales Energieunternehmen, möchte demnach ihre MVV-Anteile von 16,3 Prozent verkaufen. Die Stadt Mannheim hält als Mehrheitseigentümerin 50,1 Prozent an der MVV. Sie steht den Gesprächen eigenen Angaben nach offen gegenüber.

Das Logo der EnBW ist vor dem Energiekonzern zu sehen. Foto: Marijan Murat/dpa

Das Logo der EnBW ist vor dem Energiekonzern zu sehen. Foto: Marijan Murat/dpa

Die EnBW war für die MVV als Konkurrent stets ein ungeliebter Partner, der aus Sicht der Mannheimer nicht zur angestrebten Energiewende passte. Darauf weist auch eine aktuelle Stellungnahme der MVV hin: Demnach habe sie das Ziel einer stabilen Aktionärsstruktur, die ihre auf die Energiewende ausgerichtete Unternehmensstrategie sicherstelle.

Insbesondere der Erwerb der Sperrminorität durch die EnBW im März 2017 durch den Kauf von 6,28 Prozent der Anteile war den Mannheimern ein Dorn im Auge. Die Beschwerde der MVV gegen die Genehmigung des Bundeskartellamtes für das Geschäft wird den Bundesgerichtshof beschäftigen.

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Erstellt:
8. Oktober 2019, 16:44 Uhr

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