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Entlassung von Referendaren: GEW und Ministerium im Clinch

dpa/lsw Stuttgart. Kurz vor den Sommerferien streiten sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und das Kultusministerium erneut über den Umgang mit Tausenden von Referendaren. Dass Baden-Württemberg zum Ferienbeginn 5000 Junglehrer trotz Lehrermangels entlasse, ist aus Sicht der Gewerkschaft ein Skandal. Hinzu kämen die auslaufenden Verträge von fast 4000 befristet beschäftigten Pädagogen. Damit trage Baden-Württemberg aus Gewerkschaftssicht bundesweit die rote Laterne, teilte die GEW am Montag in Stuttgart mit. Das Kultusministerium wies diese Darstellung als falsch und unverantwortlich zurück.

Susanne Eisenmann (CDU), Kultusministerin in Baden-Württemberg. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Susanne Eisenmann (CDU), Kultusministerin in Baden-Württemberg. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Aus dem Ressort von Ministerin Susanne Eisenmann (CDU) hieß es: „Richtig ist, dass diese (Junglehrer) im Anschluss an ihr Referendariat das zweite Staatsexamen ablegen, womit ihre Ausbildung beendet ist.“ Das sei ein ganz regulärer Vorgang, wie er auch bei der Referendariatsausbildung in anderen Bereichen, etwa im Justizdienst, bekannt sei. Die jungen Pädagogen hätten sehr gute Chancen auf eine unbefristete Einstellung in den Schuldienst und zum Teil sehr frühe Einstellungszusagen. Das erleichtere die Lebensplanung.

Die GEW plädiert für eine Bezahlung über die Sommerferien hinweg und einen Ausbau der Lehrerreserve. Diese sei insbesondere notwendig wegen des coronabedingt verstärkten Lehrermangels. „Trotzdem präsentiert sich die grün-schwarze Landesregierung als Arbeitgeber ohne Verantwortung“, kritisierte Landeschefin Doro Moritz.

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Erstellt:
13. Juli 2020, 14:25 Uhr

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