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Ermittlungen gegen Polizisten nach Tod von Seniorin

dpa/lsw Engelsbrand. Nach dem Tod einer 90 Jahre alten Frau in Engelsbrand (Enzkreis) ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen zwei Polizeibeamte. Sie stehen im Verdacht, „möglicherweise gebotene polizeiliche Maßnahmen“ zu spät eingeleitet zu haben, wie die Polizei mitteilte. Es soll geklärt werden, ob durch sofortige Hilfe die Seniorin noch leben könnte. Weitere Angaben konnte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Ludwigsburg am Donnerstag nicht machen.

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Eine Zeitungsausträgerin hatte die Seniorin Mitte Juli im Hof ihres Anwesens gefunden und die Polizei gerufen. Wie sich bei der Vernehmung der Austrägerin mit Hilfe einer Dolmetscherin herausstellte, hatte sie bereits ein zweites Polizeirevier verständigt, weil nach dem ersten Anruf den Ermittlungen zufolge keine Rettungsmaßnahmen eingeleitet wurden.

Die Obduktion der 90-Jährigen hatte ergeben, dass sie sich vermutlich bei einem Sturz ohne Fremdeinwirkung tödliche Verletzungen zugezogen hatte. Die bisherigen Ermittlungen sprechen demnach aber dafür, dass die Frau zum Zeitpunkt des ersten Anrufs womöglich noch gelebt hat. Die Ermittlungen gegen die zwei Beamten des Präsidiums Pforzheim führt die Kriminalpolizei in Ludwigsburg.

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Erstellt:
30. Juli 2020, 14:07 Uhr

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