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Erzbischof Burger zieht Bilanz nach Missbrauchsskandal

dpa/lsw Freiburg. Der Skandal um jahrzehntelangen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen setzt die katholische Kirche unter Druck. Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger hat im vergangenen Sommer eine Aufarbeitung angekündigt. Nun will er erste Ergebnisse präsentieren.

Der Erzbischof von Freiburg, Stephan Burger. Foto: Friso Gentsch/Archivbild

Der Erzbischof von Freiburg, Stephan Burger. Foto: Friso Gentsch/Archivbild

Nach dem jahrzehntelangen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in der katholischen Kirche legt der Freiburger Erzbischof Stephan Burger heute eine Bilanz der bisherigen Aufklärung vor. Im vergangenen Sommer hatte er eine Aufarbeitung der Missbrauchsfälle angekündigt und eine Kommission „Macht und Missbrauch“ mit externen Experten eingerichtet. Diese will nach Angaben der Erzdiözese nun Rechenschaft ablegen und zudem Vorschläge machen, wie Missbrauch künftig verhindert werden soll.

Eine im September vergangenen Jahres von der Deutschen Bischofskonferenz vorgestellte Studie hatte den massiven sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch katholische Kleriker in den vergangenen Jahrzehnten detailliert belegt. Der Freiburger Erzbischof hatte daraufhin eingeräumt, dass es in seiner Diözese über Jahrzehnte hinweg Missbrauch und Vertuschung gegeben habe. Von Anfang 1946 bis Ende 2015 wurden den Angaben zufolge im Bereich der Erzdiözese 190 Beschuldigte entdeckt, die meisten von ihnen Priester. Es gebe mindestens 442 Betroffene.

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Erstellt:
24. Juli 2019, 01:18 Uhr

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