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Ex-BVB-Scout über Kritik an Dembélé-Transfer: „Überzogen“

dpa Stuttgart. Der ehemalige BVB-Chefscout Sven Mislintat hat die Kritik am Transfer von Ousmane Dembélé zum FC Barcelona 2017 als überzogen bezeichnet. „Ich finde es total überflüssig, dass dieser Transfer, der sportlich mit Ousmanes großem Anteil am Pokalsieg wie finanziell mit einem dreistelligem Millionengewinn für alle Beteiligten ein maximaler Erfolg war, immer nur negativ diskutiert wird“, sagte der heutige Sportdirektor des VfB Stuttgart im Interview der „Welt“ (Donnerstag). „Clubs müssen aufhören, vom bösen Spieler und dem guten Club zu kommunizieren. Wir als Clubs kämpfen doch auch mit harten Bandagen untereinander und mit Spielern.“

Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Der 47-jährige Mislintat hatte den französischen Fußball-Nationalspieler 2016 zu Borussia Dortmund gelotst. Ein Jahr später wechselte Dembélé nach einem Trainingsstreik für eine Ablöse von mehr als 100 Millionen Euro zu Barça .

Unabhängig von Dembélé glaube er mit Blick auf die Arbeit im deutschen Nachwuchsbereich, dass Dinge wie Persönlichkeit und Individualität zu kurz kommen. „Und talentierte Spieler, die möglicherweise einen etwas schwierigen Charakter haben und auch mal über die Stränge schlagen, kaum eine Chance haben, es ganz nach oben zu schaffen“, sagte Mislintat. Solche Spieler seien nach Auffassung der Verantwortlichen nicht gut für die Gruppe. „Aber oftmals sind genau diese Typen die Gewinnertypen.“

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Erstellt:
14. November 2019, 10:56 Uhr

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