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Experte zu Coronavirus: Infektionsketten verhindern

dpa/lsw Freiburg. Nach dem Auftreten von Erkrankungen an dem neuartigen Coronavirus in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen mahnt der Freiburger Virologe Hartmut Hengel, Infektionsketten möglichst zu unterbinden oder zumindest zu unterbrechen. „Das gelingt, wenn schnelle Erstdiagnosen gestellt und dann Weitergaben des Virus durch Isolation der Patienten verhindert werden“, sagte der Leiter des Instituts für Virologie der Universität Freiburg der Deutschen Presse-Agentur. Es muss vermieden werden, dass Menschen mit Beschwerden die Kliniken stürmen und das Personal anstecken, das dann wiederum weitere Patienten infizieren könnte.

Ein solcher Dominoeffekt sei fatal und könne durch das strikte Befolgen der Hygiene- und Pandemiepläne mit Vorgaben für jede Eskalationsstufe vermieden werden. „Die Kapazitäten der Krankenhäuser sind nicht nur beim Personal endlich, sondern auch bei Medikamenten, Betten und Beatmungsgeräten.“ Das Risiko einer schweren Lungenerkrankung sei für die Mehrheit der Bevölkerung sehr gering, sagte Hengel. Schwere Verläufe bei Menschen ohne Risikomerkmale seien Ausnahmen.

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Erstellt:
26. Februar 2020, 12:07 Uhr

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