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Extremisten nutzen Coronavirus für Verschwörungstheorien

dpa/lsw Stuttgart. Die Corona-Krise wird nach Überzeugung der baden-württembergischen Verfassungsschützer von Extremisten genutzt, um Stimmung zu machen und Verschwörungstheorien im Internet zu verbreiten. Wegen der Corona-Auflagen verlagere sich ein Großteil der extremistischen Inhalte ins Netz, sagte die Präsidentin des Landesamts für Verfassungsschutz Baden-Württemberg, Beate Bube, am Mittwoch in Stuttgart.

Verschwörungstheorien zum Entstehen und zur Verbreitung des Virus seien vor allem bei sogenannten Reichsbürgern beliebt. „Hierbei wird das Virus wahlweise als biologische Waffe dargestellt, die gezielt gegen die Bevölkerung zum Einsatz gekommen sei, oder seine Existenz wird komplett verleugnet“, sagte Bube. Rechtsextreme erklärten sich die Ausbreitung des Virus dagegen mit der Aufnahme von Flüchtlingen oder als ein angebliches Ablenkungsmanöver der Bundesregierung. „Teile der rechtsextremistischen Szene befassen sich zunehmend mit dem sogenannten "Tag X"“, sagte Bube weiter. Gemeint sei damit der von Rechtsextremen herbeigesehnte Zusammenbruch des politischen Systems.

Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) warnte: „Extremismus instrumentalisiert Corona.“ Es werde versucht, ideologisches Kapital aus der Pandemie zu schlagen. Einfache Erklärungen würden gefunden, Feindbilder gepflegt und Verschwörungsmythen oder Falschmeldungen verbreitet.

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Erstellt:
29. April 2020, 13:06 Uhr

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