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Fackelwurf auf Roma-Familie: Anklage wegen versuchten Mordes

dpa/lsw Stuttgart/Ulm. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Anklage gegen fünf Männer erhoben, die im Mai einen Brandanschlag auf eine Roma-Familie verübt haben sollen. Ihnen wird versuchter Mord vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Die Ermittler schließen ein rassistisches Motiv nicht aus. Bei dem Angriff war eine Fackel knapp neben einen Wohnwagen geworfen worden. Die im Wagen schlafende Frau und ihr neun Monate alter Sohn wurden nicht verletzt.

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild

Die Familie hatte sich als Teil einer rund 30-köpfigen Gruppe auf einer Wiese in Erbach (Alb-Donau-Kreis) mit ihren Wohnwägen niedergelassen. „Allein durch deren Anwesenheit sollen sich die Angeschuldigten gestört gefühlt haben“, teilte die Staatsanwaltschaft Stuttgart mit. Sie ist bei möglichen politischen Motiven zuständig und hatte die Ermittlungen übernommen.

Die deutschen Männer, die zur Tatzeit 17 bis 20 Jahre alt waren, sollen die brennende Fackel am späten Abend des 24. Mai geworfen haben. Sie verfehlte den Wohnwagen um ein bis zwei Meter. Es gab weder Verletzte noch Sachschaden. Die Männer sollen es laut Staatsanwaltschaft aber zumindest billigend in Kauf genommen haben, dass Menschen im Wohnwagen sind und durch den Brand ums Leben kommen könnten.

Die Beschuldigten waren im Juli festgenommen worden. Der Jüngste von ihnen war zur Tatzeit noch 17 Jahre alt, sein Haftbefehl wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

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Erstellt:
3. Dezember 2019, 15:26 Uhr

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