Weltpremiere in Stuttgart

Familien-Van, Shuttle und Luxusliner – so sieht der neue Mercedes VLE aus

Mercedes-Benz erneuert seine Van-Palette und beginnt mit dem Nachfolger des EQV. Der VLE basiert auf einer eigenen Elektro-Plattform und hat eine breite Preisspanne.

Ein Auto, viele Gesichter: Den neuen Mercedes-Benz VLE gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen im Innenraum, aber auch von außen. Hier in der AMG-Line befindet sich der Stern im Grill. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie.

© Mercedes-Benz AG

Ein Auto, viele Gesichter: Den neuen Mercedes-Benz VLE gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen im Innenraum, aber auch von außen. Hier in der AMG-Line befindet sich der Stern im Grill. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie.

Von Veronika Kanzler

Mercedes’ neuer Van VLE soll vieles zugleich sein: Familientransporter, Shuttle-Fahrzeug und Luxusliner. Und das spiegelt sich im Preis wider: Die Spanne reicht von rund 68.000 bis knapp 135.000 Euro – je nachdem, ob man einen funktionalen Achtsitzer will oder eine rollende Erste‑Klasse-Lounge.

Mit dem VLE verabschiedet sich Mercedes von der alten Trennung zwischen Nutzfahrzeug und Pkw‑Ableitung und setzt erstmals auf eine rein elektrische Van-Plattform. Während früher erst das Nutzfahrzeug entstand und davon der Pkw abgeleitet wurde, verfolgt Mercedes beim VLE eine neue Linie: „Jetzt haben wir zwar eine gemeinsame Architektur, aber trennen die Designsprache deutlich“, sagt Thomas Klein, Leiter der Van-Sparte.

Die gemeinsame Architektur heißt Van.EA und bildet die Basis für die erste rein elektrische Plattform der Mercedes‑Vans. Künftig will Mercedes alle weiteren Van-Modelle darauf aufbauen – was Skaleneffekte ermöglichen und die Produktionskosten senken soll.

Technische Details des neuen Mercedes VLE

  • Reichweite: bis zu 700 Kilometer
  • 800-Volt-System, Schnellladen: in 15 Minuten bis zu 320 Kilometer
  • Front- und Allradantrieb
  • Hinterachsenlenkung
  • Höchstgeschwindigkeit bis zu 180 km/h
  • Maximale Anhängerlast: 1000 kg (Frontantrieb) und 2500 kg (Allradantrieb)
  • Wendekreis: 10,9 Meter (Bordstein zu Bordstein)
  • Autonomes Fahren: Level 2++ (noch nicht in Europa erlaubt)
  • Eigenes Betriebssystem MB.OS
  • Virtueller Sprachassistent inklusive Künstlicher Intelligenz von Microsoft und Google
  • Fahrassistenzsysteme mit 3-D-Animation
  • Google-Maps-Daten steuern die Luftfederung

Serienmäßig trägt die Großraumlimousine einen aufrecht montierten Stern. Mit AMG-Paket wandert er in den Grill, der an die Wabenoptik des GLC erinnert. Die markanten Rückleuchten in U‑Form orientieren sich am GLB.

Die Bandbreite der Ausstattungen ist groß: von einer fast nüchternen Basisversion, die sich wie ein klassischer Familien-Van konfigurieren lässt, bis hin zu einem Luxus-Van, der wirkt, als stamme er direkt aus der Business Class eines Flugzeugs. Dort lassen sich die Sitze per App in eine Liegeposition bringen; ein ausfahrbarer Bildschirm ermöglicht Filme während der Fahrt, sofern man nicht gerade in einer Videokonferenz ist, denn auch dafür kann man den ausfahrbaren 79 Zentimeter großen Screen nutzen. Das Cockpit orientiert sich am CLA. Der breite Screen teilt sich in drei separate Displays, sodass auch der Beifahrer streamen oder spielen kann – wenn er für dieses Extra zahlt.

Wendekreis des Mercedes VLE vergleichbar mit einem Kompaktwagen

Obwohl der VLE 5,31 Meter misst, wendet er dank Hinterachslenkung auf nur 10,9 Metern – fast auf dem Niveau des CLA. Gerade bei einem Fahrzeug in dieser Größe ist das ein echter Vorteil. Serienmäßig hat der VLE Kameras und Sensoren für autonomes Fahren auf Level 2++. Anders als bei Level 2 lenkt, bremst und beschleunigt das System auch in der Stadt selbstständig und hält Spur sowie Abstand; rechtlich bleibt die Verantwortung beim Fahrer. In den USA und China sind solche Funktionen bereits zugelassen, in Europa noch nicht. „Wenn die Politik die Vorschriften ändert, können wir das morgen freischalten“, sagt Klein.

In China wächst das Luxus-Van-Segment kontinuierlich. Der VLE ist derweil das erste Mercedes-Modell, das in dieser Kategorie Modellen wie dem Denza D9 oder dem Lexus LM Konkurrenz macht. Allerdings müssen chinesische Kunden noch warten: Während der VLE in Europa im Sommer 2026 erstmals ausgeliefert werden soll, ist damit in China erst Anfang 2027 zu rechnen.

Neben der AMG-Version ist der neue Mercedes VLE auch mit aufrechtem Stern verfügbar, hier in der Ausstattung „Exklusive“.

© Mercedes-Benz AG

Neben der AMG-Version ist der neue Mercedes VLE auch mit aufrechtem Stern verfügbar, hier in der Ausstattung „Exklusive“.

Bei dieser Ausstattung erinnert die Front mit der Wabenstruktur an die des GLC.

© Mercedes-Benz AG

Bei dieser Ausstattung erinnert die Front mit der Wabenstruktur an die des GLC.

Den aufrechten Stern gibt es auch in der Standard-Variante des VLE, dann erinnert die Front deutlich an das Konzept-Fahrzeug Vision V, mit dem der VLE angekündigt wurde.

© Mercedes-Benz AG

Den aufrechten Stern gibt es auch in der Standard-Variante des VLE, dann erinnert die Front deutlich an das Konzept-Fahrzeug Vision V, mit dem der VLE angekündigt wurde.

Die Front leuchtet mit einem umgedrehten U – ähnlich wie beim neuen GLB.

© Mercedes-Benz AG

Die Front leuchtet mit einem umgedrehten U – ähnlich wie beim neuen GLB.

Der neue Mercedes VLE misst 5,31 Meter und hat Platz für maximal acht Personen.

© Mercedes-Benz AG

Der neue Mercedes VLE misst 5,31 Meter und hat Platz für maximal acht Personen.

Der von Mercedes selbst genannte „Superscreen“ ist – wie beim CLA – aufgeteilt in drei Monitore. Um den dritten Monitor vor dem Beifahrer freizuschalten, muss man allerdings extra zahlen.

© Mercedes-Benz AG

Der von Mercedes selbst genannte „Superscreen“ ist – wie beim CLA – aufgeteilt in drei Monitore. Um den dritten Monitor vor dem Beifahrer freizuschalten, muss man allerdings extra zahlen.

In der High-End-Variant des neuen Vans finden Passagiere auf der Rückbank ein Touchpad, mit dem sie etwa ihren Sitz verstellen ...

© Mercedes-Benz AG

In der High-End-Variant des neuen Vans finden Passagiere auf der Rückbank ein Touchpad, mit dem sie etwa ihren Sitz verstellen ...

... oder den Kinomodus starten können. Dann verdunkelt sich das Fahrzeug und es lassen sich auch während der Fahrt Filme schauen.

© Mercedes-Benz AG

... oder den Kinomodus starten können. Dann verdunkelt sich das Fahrzeug und es lassen sich auch während der Fahrt Filme schauen.

Außer natürlich, man muss die Fahrt zum Arbeiten nutzen. Wie angenehm das während der Fahrt ist, bleibt noch offen. Noch gibt es keine Testfahrten mit dem neuen Van.

© Mercedes-Benz AG

Außer natürlich, man muss die Fahrt zum Arbeiten nutzen. Wie angenehm das während der Fahrt ist, bleibt noch offen. Noch gibt es keine Testfahrten mit dem neuen Van.

Die Sitzreihen gibt es auch in der Standard-Version.

© Mercedes-Benz AG

Die Sitzreihen gibt es auch in der Standard-Version.

Oder eben ganz ohne Sitze: Dann misst der VLE ein Kofferraumvolumen von maximal 4000 Liter.

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Oder eben ganz ohne Sitze: Dann misst der VLE ein Kofferraumvolumen von maximal 4000 Liter.

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Erstellt:
10. März 2026, 19:28 Uhr

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