Filterschlamm in die Rems geleitet
Aufgrund eines technischen Fehlers an der Kläranlage in Fellbach gerät Schlamm in den Erbach und so in die Rems und färbt diese schwarz
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Einsatzkräfte der Feuerwehr stauten den Erbach. Fotos: 7aktuell.de/Kevin Lermer
Fellbach. Aufgrund eines technischen Fehlers wurde am Freitagmittag, 5. Juni, der „Filterschlamm“ des Schwimmbades in Fellbach nicht in die Kläranlage, sondern in den Notüberlauf gepumpt. Das teilte die Fellbacher Stadtverwaltung mit. Teile dieses Schlamms gelangten so ungefiltert über den Schüttelgraben, den Erbach in die Rems und färbten das Wasser dort zeitweilig dunkel. Eine Gesundheitsgefährdung oder akute Wassergefährdung besteht nicht. Das Landratsamt wurden sofort informiert. Die Feuerwehren Fellbach und Waiblingen pumpten zusammen mit den Mitarbeitern der Stadtentwässerung Fellbach den verbliebenen Schlamm aus dem Schüttelgraben/Erbach zurück in die Kläranlage.
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Das Wasser färbte sich durch den Schlamm schwarz.
In Schwimmbadfiltern sammeln sich vor allem Schmutzpartikel, die mit Aktivkohle gebunden werden. Typische Rückstände sind Haut- und Haarpartikel, Staub, Sand und ähnliches. Der anfallende Filterschlamm, der keine Fäkalien enthält, wird vom Bad ordnungsgemäß gesammelt und regelmäßig über ein beauftragtes Unternehmen mit einem Tanklaster vom Schwimmbad zur Kläranlage gebracht. Durch einen technischen Fehler wurde dort der Filterschlamm in den Überlauf und nicht in die Kläranlage geleitet. Die Mitarbeitenden der Stadtentwässerung haben Sofortmaßnahmen eingeleitet und die Feuerwehr informiert. Der Erbach, der das Wasser des Überlaufs aufnimmt, wird derzeit kurzzeitig gestaut, um die Schlammrückstände zurück in die Kläranlage zu pumpen. Experten sind vor Ort und kontrollieren die Wasserqualität.
Die Aktivkohle aus den Filtern sorgt eigentlich für die Reinigung des Wassers. Durch die plötzlich hohe Konzentration dieses Stoffes im Erbach wird das Bachwasser dunkel gefärbt. Diese Färbung, die bereits bei niedrigen Konzentrationen eintritt, setzt sich auch in der Rems fort und wird sich erst nach und nach auflösen. Eine Gesundheitsgefährdung besteht derzeit nicht, dies bestätigen die Mitarbeitenden der Stadtentwässerung sowie des Landratsamtes. Die Qualität des Wassers wird weiter kontrolliert. Vorsorglich sollte die Rems in den Bereichen der Verfärbung nicht betreten werden.
