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Früherer Opernintendant Wieler erhält Schweizer Preis

dpa Bern. Der bis 2018 in Stuttgart engagierte Intendant der Staatsoper, Jossi Wieler, erhält den renommierten Schweizer Preis Grand Prix Theater/ Hans-Reinhart-Ring 2020. Die Jury würdigte den 69-Jährigen als Erneuerer des Musiktheaters, wie das Bundesamt für Kultur am Dienstag in Bern mitteilte. Der Preis ist mit 100 000 Franken (knapp 93 000 Euro) dotiert.

Jossi Wieler spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

Jossi Wieler spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

Wieler arbeitete nach dem Studium in Tel Aviv viele Jahre als Schauspielregisseur, ehe er ab 1994 gemeinsam mit Sergio Morabito auch für das Musiktheater inszenierte. „Ihre Zusammenarbeit ist geprägt vom gegenseitigen Dialog und von der sinnlichen Durchdringung der jeweiligen Partitur nach ihrer gesellschaftspolitischen Relevanz für die Gegenwart“, teilte das Bundesamt mit.

Der grüne Regierungschef von Baden-Württemberg und Opernliebhaber Winfried Kretschmann hatte Wieler bei dessen Verabschiedung 2018 als genialen Regisseur gewürdigt. Er habe Wieler immer wieder eine „emotionale Auffrischung“ im Politikeralltag zu verdanken.

Wieler lebt heute in Berlin. Ende Februar 2020 hatte er zusammen mit Morabito Giacomo Meyerbeers „Les Huguenots“ am Grand Théâtre in der Schweizer Rhonestadt Genf inszeniert.

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Erstellt:
19. August 2020, 15:07 Uhr

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