Genf führt Mindestlohn von 21 Euro pro Stunde ein

dpa Genf. 3800 Euro brutto im Monat für ein Leben in Würde, darunter wird es Gewerkschaften zufolge schwierig in Genf. Der Mindeststundenlohn wurde nun auf 21 Euro angehoben.

Würde in Genf bei einer vollen Stelle rund 3800 Euro brutto im Monat verdienen: Ein Gebäudereiniger beim Reinigen von Fenstern. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Würde in Genf bei einer vollen Stelle rund 3800 Euro brutto im Monat verdienen: Ein Gebäudereiniger beim Reinigen von Fenstern. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Rund 21 Euro ist der neue Mindeststundenlohn in Genf in der Schweiz. Darunter ist in der Stadt am Genfersee nach Überzeugung der Gewerkschaften kein Leben in Würde möglich.

Wählerinnen und Wähler stimmten bei der Volksabstimmung zum Stundenlohn am Sonntag zu. Das entspricht bei einem Vollzeitjob mit den in Genf üblichen 42 Stunden 3800 Euro brutto im Monat. In Deutschland liegt der Mindestlohn bei 9,35 Euro.

Allerdings sind die Lebenshaltungskosten in der Schweiz auch ungleich höher. Das gilt besonders für Genf, dem europäischen Standort der Vereinten Nationen mit Tausenden gut bezahlten Beamten. Milch, Brot, Eier, Käse, Salat, Bier sind mehr als doppelt so teuer wie in Deutschland. Bei Schweizer Arbeitgebern gibt es anders als in Deutschland keinen Zuschuss zur Krankenkasse. Zu den Gebühren kommt eine hohe Eigenbeteiligung bei Arztbesuchen und Medikamenten.

Das Medianeinkommen liegt in der Schweiz bei umgerechnet etwa 6000 Euro - das heißt, die Hälfte der Löhne und Gehälter liegen darüber, die andere Hälfte darunter.

© dpa-infocom, dpa:200928-99-738796/3

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Erstellt:
28. September 2020, 11:11 Uhr

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