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H wie Hohentwiel: Größte Festungsruine im Südwesten

dpa/lsw Singen. Die Festungsruine Hohentwiel gilt mit einer Fläche von neun Hektar als eine der größten Deutschlands und als die umfangreichste im Südwesten. Wer sie besichtigen will, muss gut zu Fuß sein. Dafür gibt es eine Belohnung.

Die ehemalige Festung Hohentwiel. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Archivbild

Die ehemalige Festung Hohentwiel. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Archivbild

Erst Verwaltungssitz, dann militärische Anlage: Die Festungsruine Hohentwiel hat eine bewegte Geschichte. Entstanden ist sie um das Jahr 915 als schwäbische Herzogsresidenz. Ab dem 11. Jahrhundert war sie im Besitz mehrerer adeliger Geschlechter, darunter beispielsweise die Zähringer.

Später wurde die Anlage bei Singen (Kreis Konstanz) jedoch umgebaut zu einer Festung und Garnison, die Teil eines militärischen Sicherungssystems wurde. Damit sollte ab dem 16. Jahrhundert der Kern des Herzogtums geschützt werden, heißt es bei den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg.

Mit neun Hektar gilt die Festungsruine als eine der größten in Deutschland. Der Berg Hohentwiel gehört seit 1969 zur Stadt Singen, ist im Besitz des Landes Baden-Württemberg und wird von den Staatlichen Schlössern und Gärten touristisch betreut.

Noch heute ist die Hohentwiel ein beliebtes Touristenziel. Und das nicht nur für Geschichtsinteressierte, sondern auch für Naturliebhaber, sagt Brigitte Rückert von den Staatlichen Schlössern und Gärten. Rund um die Ruinen gebe es eine ausgesprochen vielfältige Flora und Fauna. Darunter seien ganz besondere Pflanzen und Tiere, die sonst in der Region nirgends vorkämen, auf dem Hohentwiel aber besonders geschützt würden.

Die Festungsruine zu besichtigen, ist allerdings auch eine Herausforderung: Es geht steil nach oben, ein gutes Schuhwerk ist nötig, wie Rückert sagt. Dafür werde man mit einem fantastischen Blick belohnt - auf den Bodensee und die Alpenkette.

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Erstellt:
10. August 2020, 05:04 Uhr

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