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Hoeneß bedauert Fehlen von Traditionsvereinen

dpa München. Bayern-Präsident Uli Hoeneß sieht bei der Vergabe der künftigen TV-Rechte milliardenschweres Wachstumspotenzial. „Vielleicht kommen eines Tages auch Amazon, Apple, Comcast, Disney, Google oder Netflix dazu. Das sind alles Firmen, die ihren Nutzern Inhalte zur Verfügung stellen. Wenn die den Fußball für sich entdecken, werden wir noch über ganz andere Beträge reden“, sagte Hoeneß in einem Interview der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“. „Da spielt eine halbe Milliarde, eine Milliarde keine Rolle. Dann könnten wir Dimensionen erreichen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können“.

Uli Hoeneß im Stadion. Foto: Angelika Warmuth/Archivbild

Uli Hoeneß im Stadion. Foto: Angelika Warmuth/Archivbild

Für die nationalen TV-Rechte von 2017/18 bis 2020/21 kassiert die Deutsche Fußball Liga (DFL) derzeit insgesamt 4,64 Milliarden Euro - das sind rund 1,16 Milliarden Euro pro Saison. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert strebt bei den Verhandlungen um den nächsten TV-Vertrag für die Bundesliga-Rechte ein Wachstum an. Die Bundesliga sei „nach wie vor extrem gefragt“, hatte er im März gesagt. 2020 sollen die nationalen Bundesliga-Medienrechte für die vier Spielzeiten ab 2021/22 auf den Markt kommen.

Hoeneß bedauert, dass einige Traditionsvereine nicht mehr in der ersten Fußball-Bundesliga vertreten sind. „Es ist ein Drama, dass der HSV, Stuttgart und Nürnberg nicht dabei sind“, sagte er. „Wenn wir diese Mannschaften dauerhaft in der Bundesliga hätten, wäre sie noch populärer und attraktiver.“

Zu seiner Zukunft beim FC Bayern will sich der 67-Jährige vorerst weiter nicht äußern. „Ich werde meine Entscheidung am 29. August dem Aufsichtsrat mitteilen. Vorher gibt es von mir dazu keine offizielle Erklärung“, sagte Hoeneß.

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Erstellt:
16. August 2019, 13:13 Uhr

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