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Hoffenheim verpasst Sensation: 3:4-Niederlage beim FC Bayern

dpa München. Die TSG 1899 Hoffenheim hat die DFB-Pokal-Sensation bei Rekordmeister FC Bayern München in einem echten Fußball-Spektakel knapp verpasst. Am Mittwochabend verloren die Kraichgauer trotz früher Führung mit 3:4 (1:3) beim Fußball-Rekordmeister, der im Gegensatz zu den Rivalen Borussia Dortmund und RB Leipzig den Sprung in die Runde der letzten Acht schaffte.

David Alaba (l) und Kevin Akpoguma im Zweikampf um den Ball. Foto: Matthias Balk/dpa

David Alaba (l) und Kevin Akpoguma im Zweikampf um den Ball. Foto: Matthias Balk/dpa

Nach einem Eigentor durch Jérôme Boateng (5. Minute) drehten die Münchner durch ein Eigentor von Benjamin Hübner (12.), Thomas Müller (20.) und Robert Lewandowski (36./79.) die über weite Strecken einseitige Partie. Hoffenheims Munas Dabbur (82./90.+2) verkürzte mit zwei Toren noch zum Endstand, Real-Leihgabe Álvaro Odriozola feierte in der Schlussphase sein Debüt für die Bayern.

Zwar erlaubten sich die Münchner in der glanzlosen zweiten Hälfte einige Nachlässigkeiten, eng wurde es trotz guter Hoffenheimer Chancen aber nicht mehr. Der 19-malige Pokalsieger setzte im Cup-Wettbewerb vor 71 500 Zuschauern in der ausnahmsweise mal nicht ausverkauften Arena seinen Erfolgszug unter Trainer Hansi Flick fort und schonte nach der Pause Kräfte für den Bundesliga-Gipfel am Sonntag gegen Leipzig. Dann erfahren die Münchner bei der Viertelfinal-Auslosung auch, wer der nächste Gegner auf dem Weg ins Pokalendspiel am 23. Mai in Berlin sein wird.

Der Rekord-Pokalsieger, der im Achtelfinale zuletzt vor 13 Jahren ausgeschieden war, begann gewohnt dominant - aber auch nachlässig. Nachdem ein vermeintlicher Lewandowski-Treffer wegen einer hauchdünnen Abseitsposition von Vorlagengeber Thomas Müller nicht zählte (5.), bekamen die Gäste plötzlich viel zu viel Platz am Münchner Strafraum. Boateng lenkte einen Schuss von Ihlas Bebou unhaltbar für Manuel Neuer ins eigene Tor.

Der erste Bayern-Rückstand in diesem Jahr hielt aber nur gut fünf Minuten, die Münchner erhöhten sofort den Druck. Bedrängt von Müller fälschte diesmal Hoffenheims Abwehrchef Benjamin Hübner eine Hereingabe von Alphonso Davies zum Eigentor ab. Weitere sieben Minuten später war die überraschende Hoffenheimer Führung endgültig nur noch Randnotiz. Müller verwertete eine überlegte Flanke von David Alaba zu seinem 32 Pokaltor im 53. Spiel.

Die Partie war in der ersten Halbzeit ein Spiegelbild des bislang so starken Bayern-Starts ins neue Jahr. TSG-Torwart Philipp Pentke musste sich unmittelbar nach dem Hoffenheimer Rückstand gleich mehrfach auszeichnen, er rettete stark gegen Lewandowski (23.) und den in die Startelf zurückgekehrten Serge Gnabry (24. und 25.). Die Hoffenheimer, die nach dem 2:1-Sieg in der Allianz Arena im vergangenen Herbst mit viel Mut angereist waren, wachten erst nach gut einer Stunde auf. Die Münchner behielten aber weitestgehend die Kontrolle.

Allen voran Nationalspieler Gnabry, der den mit einer Fraktur am Außenknöchel noch mehrere Wochen ausfallenden Ivan Perisic ersetzte, sorgte für Gefahr. Flick hatte zudem Philippe Coutinho und Corentin Tolisso in seine Anfangsformation beordert, Thiago und Leon Goretzka bekamen „eine Pause“ auf der Bank verordnet, sagte der Trainer kurz vor der Partie in der ARD. Am Sonntag kommt schließlich Leipzig.

Nach Lewandowskis 35. Pokaltreffer, bei dem Penkte zu spät kam, wirkte es so, als könnten sich die Bayern gedanklich auf das Gipfeltreffen einstimmen. Die Gäste waren mit drei Gegentreffern zur Halbzeit noch gut bedient.

Mit zunehmender Spieldauer tasteten sich die Gäste, die zuletzt 2015 im Viertelfinale gestanden hatten, aber näher an das Bayern-Tor heran. Auch, weil nachlässiger werdende Münchner sie gewähren ließen. Bebous Schuss von der Strafraumgrenze wurde abgefälscht (56.), Neuer hielt gut gegen Andrej Kramarić (71.), ein vermeintliches Tor von Hübner zählte wegen Handspiels nicht (72.). Und Christoph Baumgartner vergab freistehend vor Neuer (75.). Dabbur traf noch zweimal gegen einen am Ende wackelnden FC Bayern, doch für mehr reichte es nicht mehr.

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Erstellt:
5. Februar 2020, 22:45 Uhr

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