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Hygienekosten-Streit: DFB verweist auf Sozialministerium

dpa Mannheim. Der Deutsche Fußball-Bund hat seine Ablehnung gegen die finanziellen Forderungen des Drittligisten Waldhof Mannheim noch einmal bekräftigt. Dazu verwies der DFB in einer Mitteilung am Mittwoch auf ein FAQ (Fragen und Antworten) auf der Webseite des Sozialministeriums von Baden-Württemberg.

Das Logo des DFB. Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Symbolbild

Das Logo des DFB. Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Symbolbild

Der SV Waldhof hatte zwei Rechnungen in einer Gesamthöhe von 79 000 Euro an den DFB zur Begleichung weitergeleitet. Die Kosten waren durch die Umsetzung des Hygiene-Konzepts des Verbandes entstanden, das Voraussetzung für die Fortsetzung der Spielzeit nach der Corona-Zwangspause ist. Diese wurde auf einem Außerordentlichen Verbandstag am Montag beschlossen.

Um seine ablehnende Haltung zu verdeutlichen, zitierte der DFB am Mittwoch aus dem FAQ. Demnach hätten die Vereine ein Interesse an der Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Daher müssten diese „auch die Verantwortung dafür tragen, dass die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden“. Die Testungen würden den Clubs die Wiederaufnahme des Spielbetriebs ermöglichen, daher sei es „folgerichtig“, dass sie die Kosten für die Maßnahmen tragen.

In der „Rheinpfalz“ hatte am Dienstag Baden-Württembergs Ministerium für Kultus, Jugend und Sport erklärt: „Es gibt von Seiten des Sportministeriums keine Vorgabe, dass die Kosten für das Hygienekonzept und die damit verbundenen Maßnahmen die Vereine zu tragen haben.“ Die Corona-Verordnung besage lediglich, dass das Land nicht für diese Kosten aufkomme. Wie die Kostenübernahme umgesetzt werde, sei Sache des Dachverbands und seiner Mitgliedsvereine.

Am Samstag wird der erste Drittliga-Spieltag nach der coronabedingten Unterbrechung starten, der SV Waldhof trifft auf den KFC Uerdingen.

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Erstellt:
27. Mai 2020, 19:38 Uhr

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