Krieg in Nahost

Iran: 57 Schülerinnen bei Raketenangriff getötet

Seit dem Morgen greifen Israel und die USA Ziele im Iran an. Nun gibt es Berichte über erste Todesopfer - in einer Grundschule.

In Irans Hauptstadt gab es mehrere Explosionen.

© Vahid Salemi/AP/dpa

In Irans Hauptstadt gab es mehrere Explosionen.

Von dpa

Teheran - Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens 57 Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichteten Staatsmedien. Dutzende weitere Schülerinnen seien verletzt worden.

"Diese Schule war ein direktes Ziel dieses Angriffs", hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Die Trümmerbeseitigung sowie die Rettungsmaßnahmen für die Schülerinnen seien im Gange. Der Vorfall ereignete sich demnach im Kreis Minab unweit der Küste am Persischen Golf. Rund 170 Schülerinnen sollen sich in der Schule zum Zeitpunkt des Raketenangriffs aufgehalten haben.

In der Provinz Hormusgan liegen mehrere Marinestützpunkte der iranischen Streitkräfte. Weitere Details zu dem Angriff lagen zunächst nicht vor. 

Israel und die USA hatten am Samstagmorgen mit Angriffen auf den Iran begonnen. Zu dem im Iran gemeldeten Angriff auf die Mädchenschule gab es von den Ländern zunächst keine Angaben.

Das iranische Außenministerium veröffentlichte ein Foto, das die in Trümmern liegende Schule zeigen soll. "Dies ist ein offenkundiges Verbrechen. Die Welt muss sich dieser großen Ungerechtigkeit entgegenstellen", sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai laut einer Mitteilung seines Ministeriums.

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Erstellt:
28. Februar 2026, 12:36 Uhr
Aktualisiert:
28. Februar 2026, 13:54 Uhr

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