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Islamismusvorwürfe gegen Tübinger Professor nach Konferenz

dpa/lsw Tübingen. Wegen seiner Teilnahme an einer Israel-feindlichen Konferenz in Ankara ist der Tübinger Professor Abdelmalek Hibaoui in die Kritik geraten. Die Konferenz fand am Forschungszentrum „Center for Islamic Union Research“ statt, das zur türkisch-islamistischen Saadet-Partei gehört. Diese ist Teil der Milli-Görus-Bewegung, die auch vom baden-württembergischen Verfassungsschutz beobachtet wird.

Abdelmalek Hibaoui. Foto: Sebastian Gollnow/Archivbild

Abdelmalek Hibaoui. Foto: Sebastian Gollnow/Archivbild

Mehrere Medien berichteten, Redner hätten zum Boykott gegen Israel aufgerufen. Hibaoui habe sich auf Facebook während der Konferenz auf Fotos gemeinsam mit einem ehemaligen Sprecher der Muslimbruderschaft gezeigt.

Hibaoui hat einen Lehrstuhl für Seelsorge am Zentrum für Islamische Theologie der Universität Tübingen. Nach Angaben der Universität waren ihm die Hintergründe der Veranstaltung nicht bekannt. Er räume ein, die Tagung falsch eingeschätzt zu haben und distanziere sich von islamistischen Positionen, hieß es in einer Mitteilung. Hibaoui sei der Universität als weltoffener und progressiver Theologe bekannt, der sich im Dialog mit christlichen Institutionen engagiere. Er war am Dienstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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Erstellt:
24. September 2019, 11:28 Uhr

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