Forderung nach massiver Vergeltung

Israelischer Minister Bezalel Smotrich erwägt Zerstörung von Beirut

Eine Drohne hat eine weitere israelische Soldatin getötet. Finanzminister Smotrich fordert nun massive Vergeltung, die das Ende der libanesischen Hauptstadt Beirut bedeuten könnte.

Der rechtsradikale israelische Finanzminister Bezalel Smotrich erwägt die Zerstörung Beiruts (Archivfoto).

© Ohad Zwigenberg/AP/dpa/Ohad Zwigenberg

Der rechtsradikale israelische Finanzminister Bezalel Smotrich erwägt die Zerstörung Beiruts (Archivfoto).

Von red/KNA

Nach dem Tod einer weiteren Soldatin durch eine Sprengstoffdrohne aus dem Libanon hat der israelische Finanzminister, Bezalel Smotrich massive Abschreckungsmaßnahmen gefordert. Für jede Drohne müssten zehn Gebäude im Südbeiruter Stadtteil Dahiya zerstört werden, für jede Drohne, die einen israelischen Soldaten verletzt oder tötet, hundert Gebäude, forderte der rechtsradikale Politiker am Donnerstag auf der Plattform X.

"So einfach ist das. So wirkt Abschreckung", so der Vorsitzende der Partei Religiöser Zionismus. Er forderte von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine Vernichtung der "verdammten Hisbollah-Terroristen".

Die israelische Armee hatte am Donnerstagmorgen über den Tod der 20-jährigen Soldatin informiert. Seit Inkrafttreten der Waffenruhe am 17. April sind damit 12 israelische Soldaten im libanesisch-israelischen Grenzgebiet gefallen.

Lage hat sich zugespitzt

Seit Wochenbeginn hat sich die Lage zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon zugespitzt. Die Hisbollah griff Israel mit Sprengstoffdrohnen an. Die israelische Armee reagierte mit verstärkten Angriffen auf den Südlibanon und die Bekaa-Ebene. Zudem forderte sie die Bewohner mehrerer Orte im Südlibanon - darunter der viertgrößten libanesischen Stadt Tyros - auf, das Gebiet zu verlassen.

Nach Armeeangaben wurden seit dem 2. März vier Zivilisten und 24 Soldaten getötet. Die Zahl der seitdem durch israelischen Beschuss im Libanon getöteten Menschen stieg nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums auf 3.269.

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Erstellt:
28. Mai 2026, 12:50 Uhr

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