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Kabarettist Schroeder kritisiert Begründung für Demoverbot

dpa Berlin. Der Kabarettist Florian Schroeder kritisiert die politische Begründung zum Verbot der Corona-Demonstration in Berlin. „Dass Innensenator Geisel sagt, Berlin sei keine Bühne für Corona-Leugner und Rechtsextremisten, ist natürlich ein fatales Verfassungsverständnis“, sagte der gebürtige Lörracher der Deutschen Presse-Agentur. „Natürlich ist eine Stadt auch eine Bühne für Stücke, die einem nicht gefallen.“ Ein Verbot auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes finde er dagegen gerechtfertigt.

Kabarettist Florian Schroeder bei einem Auftritt. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Kabarettist Florian Schroeder bei einem Auftritt. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Schroeder hatte zuletzt auf einer Kundgebung gegen die Corona-Politik in Stuttgart für Aufmerksamkeit gesorgt, weil er sich auf der Bühne mit seinen Argumenten gegen die Teilnehmer gestellt hatte. Ein entsprechendes Video auf YouTube wurde über 800 000 Mal aufgerufen.

Für Samstag hat die Initiative Querdenken 711 aus Stuttgart eine Kundgebung gegen die Corona-Politik nahe dem Brandenburger Tor mit bis zu 22 000 Teilnehmern angemeldet; die Polizei verbot diese und andere Demonstrationen aber. Zur Begründung hieß es von Innensenator Andreas Geisel (SPD), die letzte ähnliche Demonstration am 1. August habe gezeigt, dass Demonstranten „sich bewusst über bestehende Hygieneregeln und entsprechende Auflagen“ hinweggesetzt hätten. Er hatte aber hinzugefügt: „Ich bin nicht bereit, ein zweites Mal hinzunehmen, dass Berlin als Bühne für Corona-Leugner, Reichsbürger und Rechtsextremisten missbraucht wird.“

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Erstellt:
27. August 2020, 16:54 Uhr

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