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Kandidat Christian Riethmüller: Ein kritischer Geist

dpa Stuttgart. Dass Christian Riethmüller ein kritischer Geist ist, bekam vor einigen Wochen auch Holger Badstuber zu spüren. Den früheren Nationalspieler kritisierte der 45-Jährige dafür, dass er Schiedsrichter als „Muschis“ bezeichnet hatte. Es reiche nicht, dass Werte nur auf dem Papier stehen, man müsse sie auch mit Leben erfüllen, forderte der Chef des Buchhändlers Osiander schon bei seiner Vorstellung als einer von zwei Kandidaten auf das Präsidentenamt beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart.

Christian Riethmüller, nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: Marijan Murat/Archiv

Christian Riethmüller, nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: Marijan Murat/Archiv

Wird Riethmüller bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Sonntag zum Nachfolger des zurückgetretenen Wolfgang Dietrich gewählt, dann will er eine „Generalinventur“ des Vereins anstoßen. Nach den vielen Turbulenzen der vergangenen Jahre soll es beim Meister von 2007 wieder mehr Kontinuität geben. Auch will er künftig dafür sorgen, dass der VfB wieder „viele junge wilde Talente“ auf dem Platz hat, und verhindern, dass sie frühzeitig den Club verlassen.

Zu schaffen machte Riethmüller zuletzt ein früherer Facebook-Post, in dem er sich gegenüber VfB-Profi Santiago Ascacibar im Ton vergriffen hatte. Der frühere Aldi-Manager entschuldigte sich, witterte aber auch eine Kampagne, weil der Post nun vor der Wahl wieder auftauchte. Ausgerechnet Gegenkandidat Claus Vogt nahm ihn in Schutz.

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Erstellt:
13. Dezember 2019, 14:07 Uhr

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