Leverkusen

Karnevalszug muss stoppen – Wolf läuft an Teilnehmer vorbei

Karnevalisten begegnen einem Wolf: Was nach jeckem Witz klingt, soll in Leverkusen nun Realität geworden sein. Ein Teilnehmer sagt, dass das Tier nur einen Meter entfernt vorbeilief.

Ein Wolf sorgte in Leverkusen für einen Stopp des Karnevalszugs.

© Bernd Weißbrod/dpa

Ein Wolf sorgte in Leverkusen für einen Stopp des Karnevalszugs.

Von red/dpa

Wegen einer mutmaßlichen Wolfsichtung hat ein Karnevalszug in Leverkusen kurzzeitig anhalten müssen. Gegen Samstagmittag seien die ersten Hinweise von Bürgern über einen Wolf im Stadtgebiet eingegangen, sagte ein Polizeisprecher in Köln. Die Hinweise erreichten auch den Leiter des Karnevalszugs, der den Zug daraufhin unterbrach.

Polizisten, die den Karnevalszug absicherten, gingen auf die Suche nach dem Tier. „Er war nicht sehr menschenscheu, wir haben ihn gesucht und gefunden“, so der Polizeisprecher. Das Tier sei weitergelaufen und nach etwa einer Stunde letztmalig gesehen worden. Der Karnevalszug habe nur kurz angehalten. In sozialen Medien sind unterschiedliche Videos von dem Tier zu sehen. Die Polizei ging davon aus, dass es tatsächlich ein Wolf war.

Wolf läuft ganz nah an den Menschen vorbei

Die Polizei habe sich erkundigt, was zu tun sei und beim zuständigen Jäger und beim Veterinäramt angerufen. „Es wurde uns gesagt, von dem Wolf gehe keinerlei Gefahr aus.“ Wölfe seien für Menschen grundsätzlich ungefährlich, außer wenn sie krank seien oder dergleichen. Das sei nicht der Fall gewesen. 

Dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ sagte der Einsatzleiter des Karnevalszugs, Tim Feister, dass der Wolf nur einen Meter entfernt an ihm vorbeigelaufen sei. Ihm sei bewusst gewesen, dass von dem Tier nicht die größte Gefahr ausgehe. „Die Gefahr ist, dass eine Panik in den Menschenmassen entsteht und man nicht weiß, wie Mensch und Tier dann reagieren.“ Nach Schätzung von Feister standen bei dem Karnevalszug circa 38.000 Menschen am Wegesrand.

Der Wolf sei durch eine Lücke von Gittern gesprungen und in das Zentrum von Leverkusen-Schlebusch gelaufen. „Er rannte mit hoher Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone, die Polizei hinterher.“ Die Feuerwehr habe sich mit Schlingen in Position gebracht, um das Tier einzufangen. Dieses sei dann aber verschwunden.

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Erstellt:
15. Februar 2026, 17:56 Uhr

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