WM-Spielplan

Klassiker Deutschland-England wohl erst im Finale möglich

Wann droht ein Showdown zwischen Deutschland und England? Der Turnierbaum gibt Aufschluss über ein bestimmtes, aber eher unwahrscheinliches Risiko.

Das legendäre Wembley-Tor von 1966 wäre heute wohl ein Fall für den VAR-Videobeweis – durch den Treffer von Geoff Hurst siegte England damals mit 3:2 gegen Deutschland.

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Das legendäre Wembley-Tor von 1966 wäre heute wohl ein Fall für den VAR-Videobeweis – durch den Treffer von Geoff Hurst siegte England damals mit 3:2 gegen Deutschland.

Von Michael Maier

Das größte Fußballturnier der Welt läuft, und nach den erfolgreichen Auftaktsiegen von Deutschland und England werden bei den Fans allmählich die Rechenschieber hervorgeholt. Die große Frage: Wann können die beiden Erzrivalen im Laufe der K.-o.-Runde aufeinandertreffen?

Die Analyse des offiziellen FIFA-Spielplans bringt Beruhigung für alle, die England fürchten: Wenn alles normal läuft, sollte der absolute Showdown erst im Endspiel möglich sein.

Wohl kein Viertel- oder Halbfinale zwischen England und Deutschland

Durch das neue Format mit 48 Mannschaften ist der Turnierbaum riesig geworden. Das hat spürbare Auswirkungen darauf, wie die Favoriten durch das Turnier geschleust werden. Deutschland startet bekanntlich in Gruppe E, während die „Three Lions“ in Gruppe L beheimatet sind.

Sollten beide Mannschaften ihrer Favoritenrolle gerecht werden und ihre jeweilige Gruppe als Gruppensieger (oder beide als Gruppenzweite) abschließen, werden sie vom System in komplett gespiegelte Hälften des Turnierbaums gelost. Das bedeutet: Sie gehen sich über Wochen hinweg konsequent aus dem Weg. Ein Duell im Achtel-, Viertel- oder Halbfinale ist in dieser Konstellation rausgeschlossen. Die möglichen Wege der beiden Nationen kreuzen sich dann erst wieder am 19. Juli 2026 im MetLife Stadium – zum großen Finale.

Sechzehntelfinale zwischen Gruppe L und Gruppe E als „Betriebsunfall“?

Gibt es wirklich gar keine Chance auf ein früheres Duell? Doch, aber dafür müsste eine der beiden Mannschaften sportlich massiv ins Straucheln geraten, denn das neue Turniersystem qualifiziert auch die acht besten Gruppendritten für die neu eingeführte Runde der letzten 32 (Sechzehntelfinale).

Und hier wird es potenziell kurios: Der Sieger der englischen Gruppe L trifft in der ersten K.-o.-Runde auf einen der besten Gruppendritten aus den Gruppen E, H, I, J oder K.

Sollte die DFB-Elf nach dem Auftaktsieg also völlig unerwartet einbrechen und nur als Dritter der Gruppe E weiterkommen, während England souverän Gruppensieger wird, knallt es schon im Sechzehntelfinale.

Deutschland-Elfenbeinküste gibt Aufschluss über K.o.-Runde

Da man (derzeit) davon ausgehen kann, dass beide Teams nach dem gelungenen Start wohl stabil durch die Gruppenphase marschieren, bleibt festzuhalten: England würde voraussichtlich erst im Finale auf Deutschland treffen. Dann aber könnte gegebenenfalls das vielleicht geschichtsträchtigste Endspiel seit Jahrzehnten warten.

Mit dem ewigen Bonmot von Gary Lineker hätte es dann womöglich ein Ende: „Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen immer die Deutschen.“ Nur wenige Beobachter sahen Deutschland vor WM-Beginn indes in einem möglichen Finale. Erst die nächsten Partien gegen die Elfenbeinküste (Samstag, 22 Uhr) und gegen Ecuador können weiteren Aufschluss über die realen deutschen Chancen geben.

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Erstellt:
18. Juni 2026, 11:48 Uhr

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