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Kleines Auto, große Sorgen

Es ist eine gute Idee, mit einem chinesischen Partner eine Zukunft für den Smart zu suchen

Stuttgart Dass Daimler seine Kleinwagenmarke Smart in Teilen an den chinesischen Autokonzern Geely verkaufen will, ist noch im Status eines Gerüchts. Klar ist aber: Daimler muss eine Lösung für die Marke finden. Schon seit Monaten werden im Konzern unterschiedliche Möglichkeiten ausgelotet. Sogar das Aus für die Marke ist schon diskutiert worden.

Denn der Smart hat sich in den 21 Jahren, die seit seiner Einführung vergangen sind, immer mehr zum Sorgenkind des Konzerns entwickelt. Die jährlichen Verluste werden auf bis zu 700 Millionen Euro geschätzt. Es ist Daimler nicht gelungen, den Smart erfolgreich als Antwort auf die großen Mobilitätsprobleme in den Großstädten zu positionieren. Das Absatzziel von 200 000 Fahrzeugen hat Smart nie erreicht. Zu spät hat Daimler bei dem Kleinwagen auf die Elektromobilität gesetzt – von 2020 an soll es den Smart nur noch als Elektroversion geben.

Fest steht: Auf den neuen Daimler-Chef Ola Källenius kommen auch so schon genügend Herausforderungen zu. Da ist ein weiteres Sorgenkind nur hinderlich. Der Konzern steht unmittelbar vor seiner Aufspaltung und steckt mitten in einer historischen Transformation. Die große Elektrooffensive läuft derzeit eher schleppend an. Probleme bei den Batterien sorgen sowohl beim E-Smart als auch beim ersten Elektro-SUV namens EQC für Verzögerungen bei der Produktion. Gleichzeitig muss Daimler nach einem Gewinneinbruch im letzten Jahr die Kosten senken – und wird sich mit „Move“ ein neues Sparpogramm auferlegen.

Eine unrentable Kleinwagenmarke hilft da nicht weiter. Wenn Daimler nun gemeinsam mit einem chinesischen Partner nach einer neuen Zukunft für das Sorgenkind Smart sucht, ist das vor diesem Hintergrund eine gute Idee. Viel zu verlieren hat der Daimler-Konzern dabei nicht.

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.chinesen-als-moeglicher-partner-daimler-liebaeugelt-mit-smart-verkauf.01770565-325f-4d04-aeab-7f8256260bd9.html

anne.guhlich@stzn.de

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Erstellt:
28. März 2019, 03:04 Uhr

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