Kretschmann: „Klimaliste“ könnte gravierende Folgen haben

dpa/lsw Stuttgart. Bei der Landtagswahl im kommenden März könnte die neue „Klimaliste Baden-Württemberg“ den Grünen nach Ansicht von Regierungschef Winfried Kretschmann wichtige Stimmen nehmen und sogar eine Regierungsmehrheit gefährden. „Das ist eine ernste Angelegenheit“, sagte der Ministerpräsident am Dienstag in Stuttgart. „Es kann gravierende Folgen haben - zum Beispiel, dass es nicht für eine Regierung reicht, weil es sich zersplittert.“

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Foto: Marijan Murat/dpa/Aktuell

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Foto: Marijan Murat/dpa/Aktuell

Die „Klimaliste Baden-Württemberg“ hatte sich Ende September in Freiburg gegründet, auch in anderen Bundesländern ist sie aktiv. Sie will sich für den Umwelt- und Klimaschutz einsetzen und wirbt für eine Politik für die jüngere Generation. Bis zum Frühjahr 2021 will die Liste ein Parteiprogramm ausarbeiten und veröffentlichen, um im Landtagswahlkampf anzutreten.

Nach Angaben Kretschmanns werden die Grünen auf die neue Bewegung zugehen: „Wir werden sicher mit den Leuten reden, ob das nicht am Ende alle schwächt“, sagte der Grünen-Politiker. Mit dem Problem radikalerer Varianten hätten alle größeren Parteien zu tun. „Wir müssen uns damit auseinandersetzen und die Leute versuchen zu überzeugen, ob das wohl der richtige Weg ist, um mehr zu bekommen und nicht nur mehr zu fordern.“

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Erstellt:
6. Oktober 2020, 13:41 Uhr

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