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Kriegsgranate als Trophäe? Rentner muss mit Anzeige rechnen

dpa/lsw Pforzheim. Mehr als 60 Jahre hat ein Rentner in Pforzheim eine Granate aus dem Ersten Weltkrieg zu Hause aufbewahrt - dann räumte er auf und brachte die Munition in einer Plastiktüte zur Polizei. Weil der Besitz verboten ist, muss der 79-Jährige nun mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz rechnen. Das sieht in solchen Fällen eine Geld- oder Freiheitsstrafe vor. Zwar sei die Granate im Ruhezustand relativ ungefährlich. „Bei unsachgemäßer Verwendung hätte aber durchaus etwas passieren können“, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Eine Granate aus dem Ersten Weltkrieg liegt bei der Polizei in einer Plastiktüte. Foto: --/Polizei Pforzheim/dpa/Archivbild

Eine Granate aus dem Ersten Weltkrieg liegt bei der Polizei in einer Plastiktüte. Foto: --/Polizei Pforzheim/dpa/Archivbild

Der Mann wollte am Mittwochmorgen die 60 Zentimeter lange Granate mit einem Durchmesser von rund 20 Zentimetern auf der Wache als „Fundsache“ abgeben. Bei näherer Begutachtung entpuppte sich diese als Weltkriegsmunition mit noch intaktem Zünder. Der Rentner räumte schließlich ein, dass er die Granate schon vor über sechs Jahrzehnten in Pforzheim gefunden und dann bei sich zu Hause aufbewahrt hatte. Was er damit wollte, sagte er nicht. Die Ermittler schließen nicht aus, dass er die Granate als eine Art „Trophäe“ betrachtete. Als Waffen- oder Munitionssammler sei er bislang nicht aufgefallen. Die Granate wird nun durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst entsorgt.

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Erstellt:
6. Februar 2020, 12:55 Uhr

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