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KSC-Sportchef Kreuzer erwartet Gehaltseinbußen im Fußball

dpa/lsw Karlsruhe. Nach Meinung von KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer müssen sich Fußballprofis nach der Corona-Krise auf finanzielle Einbußen einstellen. „Die Gehälter werden überall sinken“, sagte der Sportgeschäftsführer des abstiegsbedrohten Zweitligisten Karlsruher SC der Deutschen Presse-Agentur. Diese Entwicklung werde sich in allen Ligen bemerkbar machen. „Bei uns in der zweiten Liga vielleicht nicht so exorbitant wie im ersten Preisregal oben. Wenn ein Spieler heute acht Millionen verdient, dann wird er künftig weniger verdienen. Aber richtig weniger.“

Der Karlsruher Sportdirektor Oliver Kreuzer sitzt auf der Bank. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Der Karlsruher Sportdirektor Oliver Kreuzer sitzt auf der Bank. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Ablösesummen wie 150 Millionen Euro für Leroy Sané, die Manchester City vor der schweren Knieverletzung des Nationalspielers gefordert haben soll, seien passé. „Das können die sich jetzt abschminken“, sagte Kreuzer. Stattdessen sei es vielerorts an der Zeit, darüber nachzudenken, wie man künftig solche Krisen besser überstehen könne. „Keiner hat ja geglaubt, das jemals so etwas eintritt“, sagte der 54-Jährige. „Jetzt ist der Fall aber eingetreten und deswegen kann man einmal darüber nachdenken, ob man für so einen Fall nicht künftig Rücklagen bildet.“

Auch beim KSC gebe es daher Überlegungen, wie man künftig besser mit solche Situationen umgehen könne. „Zum Beispiel, dass man sagt, vom TV-Geld legt man jedes Jahr zehn Prozent weg auf ein Sperrkonto“, schlug der frühere Bayern-Profi vor. Beim badischen Traditionsclub hatten die Verantwortlichen aufgrund der brisanten Finanzlage zunächst eine Insolvenz in Eigenverantwortung der ausgegliederten Fußballabteilung in Betracht gezogen, dann aber eine Einigung mit den Gläubigern bis 2021 angestrebt. Sollte diese scheitern, muss am 15. Mai eine außerordentliche Mitgliederversammlung über das weitere Vorgehen entscheiden.

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Erstellt:
8. Mai 2020, 08:12 Uhr

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