Kultusministerin: Verlängerung der Weihnachtsferien kritisch

dpa/lsw Stuttgart. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat sich skeptisch zu dem Vorschlag geäußert, die Weihnachtsferien wegen Corona zu verlängern. Die Ministerin bezweifle, dass der Vorschlag eine geeignete Schutzmaßnahme sei, teilte eine Sprecherin des Ministeriums am Dienstag mit. „Auch Ende Januar ist der Winter ja noch nicht vorbei, deshalb ist das ein wenig zu kurz gedacht“, sagte Eisenmann nach Angaben der Sprecherin.

Susanne Eisenmann (CDU), Ministerin für Kultus, Jugend und Sport von Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archiv

Susanne Eisenmann (CDU), Ministerin für Kultus, Jugend und Sport von Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archiv

Mit einer solchen Maßnahme entstünden außerdem eine ganze Reihe von neuen Problemen. Für die Schulen gäbe es dann zusätzliche organisatorische Herausforderungen, sagte Eisenmann. Zahlreiche Planungen wie Lern- und Prüfungszeiträume würden durcheinander gebracht. „Wir sollten den Schulen jetzt nicht noch zusätzliche Probleme aufhalsen, die Schulleitungen sind ohnehin schon sehr belastet durch die Corona-Krise“, sagte die Ministerin.

Der Hamburger CDU-Chef Christoph Ploß hatte der „Bild“ gesagt: „Wir sollten darüber nachdenken, die Winterferien um zwei bis drei Wochen zu verlängern und im Sommer entsprechend zu kürzen.“ Ziel müsse sein, bestmöglich durch die Pandemie zu kommen. Der Bundestagsabgeordnete Stephan Pilsinger (CSU) regte sogar bis zu vier Wochen längere Weihnachtsferien mit entsprechender Kürzung der Oster- und Sommerferien an. „Das Wohl der Schüler und Lehrer muss im Vordergrund stehen“, begründete er seinen Vorschlag.

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Erstellt:
13. Oktober 2020, 12:31 Uhr

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