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Landarztmangel ist ein Problem: aber kein unlösbares

dpa/lsw Stuttgart. Gemeinden ohne niedergelassenen Arzt sollten sich aus Sicht der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg nicht immer nur auf eine Praxis im Ort fokussieren. „Das Gebot der Stunde ist vielmehr Kooperation mit anderen Kommunen“, sagte ein Sprecher. Denn Strukturen veränderten sich drastisch: Vor etwa 30 Jahren sei die Zahl angestellter Ärzte in ambulanter Versorgung gleich null gewesen. „Heute sind mehr als die Hälfte aller Ärzte, die neu ins System kommen, angestellt“, erklärte er. „Was wir glauben: Wir werden künftig weniger Einzelarztpraxen haben und wir brauchen immer mehr größere Praxen.“

Ein Arzt trägt ein Stethoskop um den Hals. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Ein Arzt trägt ein Stethoskop um den Hals. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Es sei keineswegs so, dass Ärzte nicht mehr aufs Land wollten. Sie wollten vielfach aber nicht mehr in den herkömmlichen Strukturen arbeiten, sondern zögen die Anstellung der Selbstständigkeit oft vor. Vorteil für die Patienten in größeren Praxen: „Die Öffnungszeiten sind länger und das Angebotsspektrum ist breiter aufgestellt“, sagte der Sprecher.

Grundsätzlich sei es so, dass im Zuge dieser Entwicklung auch die Preise für zur Übernahme angebotene Landarztpraxen zurückgehen: „Im vergangenen Jahr hatten wir sogar die Situation, dass jemand seine Praxis verschenkt hat.“

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Erstellt:
18. Februar 2020, 05:19 Uhr

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