ZDF-Talkshow

Lanz-Comeback nach der Sommerpause

Und ewig grüßt das Murmeltier: Wer ist heute zur großen Late-Night-Show eingeladen? Zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gibt es indes eine Sonderausgabe.

Talkmaster Markus Lanz rechnet auch in der neuen Saison wieder mit einer Quote von 1,5 Millionen.

© Georg Wendt/dpa

Talkmaster Markus Lanz rechnet auch in der neuen Saison wieder mit einer Quote von 1,5 Millionen.

Von Michael Maier

Über einen Monat Zeit hatte die Lanz-Redaktion zum Organisieren ihrer ersten Sendung nach der Sommerpause – und am Dienstagnachmittag gegen 15 Uhr waren immer noch keine Gäste bekannt. Schließlich werden die Sendungen stets sehr kurzfristig besetzt, denn das ZDF will mit dem Format extrem aktuell sein und den Ton der öffentlichen Meinung mitprägen. Das hängt dann auch davon ab, wer gerade verfügbar ist und welche Aussagen den Machern besonders gut passen. Dass manches schon im Vorfeld aufeinander abgestimmt wird, ist kein Geheimnis – allerdings nicht mit jedem Gast gleichermaßen. Die Ausstrahlung der in Hamburg aufgezeichneten Sendung am Dienstag ist ab 22.45 Uhr geplant, am Mittwoch und Donnerstag dann jeweils ab 23.15 Uhr. Entgegen des vielfach vorhandenen Eindrucks handelt es sich nicht um eine Live-Sendung. Geschnitten wird laut Redaktion aber nur „minimal“.

Gegen 17 Uhr wurden dann die Gäste für die erste Lanz-Sendung nach den Ferien bekannt. Neben den Pannen der Merz-Regierung geht es wieder einmal um eines der Lieblingsthemen von Markus Lanz, also um die Angst vor Russland. Auch die Gäste sind größtenteils altbekannt und gehören zu den Favoriten der Sendung:

  • Sabine Adler, Osteuropa-Expertin: Mit Blick auf den Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen äußert sich die „Deutschlandfunk“-Journalistin zur hybriden Kriegsführung Russlands und zu den Rekrutierungsproblemen Putins.
  • Peter Neumann, Politologe: Der Professor für Security Studies am King’s College London spricht über die Zukunft der Drohnenabwehr Deutschlands und über die wachsende Bedrohung durch staatlich gelenkten Terrorismus.
  • Karl-Josef Laumann, CDU-Politiker: Der CDU-Vize und NRW-Gesundheitsminister nimmt Stellung zum Regierungsumbau durch Kanzler Merz und zu den Rentenplänen der Bundesregierung.
  • Robin Alexander, Journalist: Der Podcaster ("Machtwechsel") und „Welt“-Kolumnist kommentiert die Personalwechsel in Kabinett, Kanzleramt und Bundestagsfraktion.

In diesem Jahr gab es bis zur Sommerpause schon 85 „Markus Lanz“-Ausgaben. Wie oft Lanz bis zum Jahresende jetzt noch im ZDF talkt, ist nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Senders noch nicht ganz klar. Dass der Gebührenzahler weiter für die Kosten von Lanz mitsamt externer Produktionsfirma aufkommen muss, steht indes fest. 2025 gab es insgesamt 138 Ausgaben, 2024 und 2023 jeweils 137.

Lanz-Sonderausgabe zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Manchmal kommen auch kurzfristig Ausgaben hinzu. Schon fest steht beispielsweise, dass es am Montag, 7. September, eine zusätzliche Ausgabe geben soll – am Tag nach der Wahl in Sachsen-Anhalt. Dann könnte die AfD stärkste Partei werden und das Ergebnis könnte womöglich ganz Deutschland verändern – oder auch nicht.

„Markus Lanz“ steht normalerweise nur dienstags, mittwochs und donnerstags im Spätprogramm des ZDF. Im Jahr 2025 wurde „Markus Lanz“ im TV im Schnitt von 1,49 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgt. Lanz lebt aber davon, auch viel in Social Media Thema zu sein. Die Zahl der Fernsehzuschauer sagt also nicht mehr so viel über die tatsächliche Relevanz aus.

Häufig sind es die gleichen Gäste, die zu Lanz eingeladen werden: etwa RND-Chefredakteurin Eva Quadbeck (Redaktionsnetzwerk Deutschland), die „Rheinische Post“-Parlamentsredaktionsleiterin Kerstin Münstermann sowie der Sicherheitsexperte Peter Neumann, der CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter, die „taz“-Redakteurin Ulrike Herrmann, die „FAZ“-Redakteurin Julia Löhr und der Podcaster und „Welt“-Kolumnist Robin Alexander.

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Erstellt:
24. August 2026, 15:30 Uhr

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