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Lehrer-Gewerkschaft: Verständnis für Reise-Warnungen

dpa/lsw Stuttgart. Die Lehrer-Gewerkschaft zeigt Verständnis für die Entscheidung der Landesregierung, Beamten bei Reisen in ein Corona-Risikogebiet unter Umständen auch mit einem Gehaltsentzug zu drohen. Zwar seien die Vorgaben unangemessen spät gekommen und die Lehrkräfte deswegen verunsichert und verärgert gewesen, sagte die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Doro Moritz, am Samstag der dpa. „Aber dass jemand bewusst in einem Risikogebiet Urlaub macht, ist für mich nicht nachvollziehbar.“

Lehrerinnen und Lehrer hätten aber die Möglichkeit, von zuhause zu arbeiten. „Und betroffen sind ja nur die, die in der zweiten Hälfte der Sommerferien in Urlaub gehen“, sagte Moritz, die ihren Urlaub nach eigenen Angaben an der Ostsee verbringen wird.

In einem erst nach Beginn der Sommerferien veröffentlichten Schreiben an die Behörden hatte das Innenministerium am Freitag Vorgaben gemacht und seinen Beamten und Arbeitnehmern empfohlen, in den Sommerferien einen weiten Bogen um Risikogebiete zu machen. Wer in einer solchen Region Ferien mache und anschließend in Quarantäne geschickt werde, müsse gegebenenfalls unbezahlten Sonderurlaub nehmen, sofern er nicht daheim arbeiten könne.

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Erstellt:
1. August 2020, 10:15 Uhr

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