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Mann nach Messerattacke im Rottweiler Jobcenter vor Gericht

dpa/lsw Rottweil. Er soll mit einem Messer auf eine Mitarbeiterin des Jobcenters in Rottweil losgegangen sein und sie lebensbedrohlich verletzt haben: Wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung steht seit Donnerstag ein 58 Jahre alter Mann vor dem Landgericht der Stadt.

Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zu einem Gericht zu sehen. Foto: Oliver Berg/dpa/Illustration

Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zu einem Gericht zu sehen. Foto: Oliver Berg/dpa/Illustration

Laut Anklage war der Mann im Januar auf die 50 Jahre alte Mitarbeiterin losgegangen und hatte sie bei einem Termin in einem Büro verletzt. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft war die Attacke heimtückisch; der Mann habe dabei den Tod der Frau in Kauf genommen.

Zuvor hatte der Beschuldigte die Tat im Internet angekündigt: „Ich werde morgen eine Person des Jobcenters töten“, schrieb der 58-Jährige nach Angaben der Anklagebehörde bei Twitter.

Vor Gericht wird auch die Schuldfähigkeit des Angeklagten Thema sein. Der Mann leidet demnach an einer wahnhaften Störung und möglicherweise an einer paranoiden Schizophrenie. Vor dem Prozess war er in einem Zentrum für Psychiatrie untergebracht.

Für die Verhandlung sind 20 Zeugen geladen. Ein Urteil wird nach derzeitigem Stand noch im August erwartet (Az 1 Ks 21 Js 757/20).

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Erstellt:
6. August 2020, 02:40 Uhr

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