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Mannheim im Zeichen der Eiszeit-Forschung

dpa/lsw Mannheim. Wie sah es auf dem Gebiet der heutigen Metropole Mannheim vor 35 000 bis 15 000 Jahren aus? Welche Tiere lebten während dieser letzten Eiszeit hier? Welche Bedingungen fanden die Menschen damals vor? Fragen wie diese wollen die Reiss-Engelhorn-Museen in ihrem Aktionsjahr „Mannheim - Eiszeit, Klima und Wandel“ mit der Sonderausstellung „Eiszeit-Safari“ beantworten. Museumsdirektor Wilfried Rosendahl nannte am Mittwoch einen Grund, sich gerade in Mannheim mit dem Thema zu beschäftigen: Die oberen Sand- und Kiesablagerungen im Untergrund von Mannheim gehören zu den bedeutendsten Klimaarchiven Europas für das jüngste Eiszeitalter.

Wilfried Rosendahl, Direktor für Archäologie und Weltkulturen der Reiss-Engelhorn-Museen (rem), hält im Datierungslabor des Curt-Engelhorn-Zentrums Archäometrie den Oberschädel eines Höhlenlöwen in den Händen. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Wilfried Rosendahl, Direktor für Archäologie und Weltkulturen der Reiss-Engelhorn-Museen (rem), hält im Datierungslabor des Curt-Engelhorn-Zentrums Archäometrie den Oberschädel eines Höhlenlöwen in den Händen. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Außerdem verfügen die Reiss-Engelhorn-Museen über bedeutende Knochenfunde aus diesem Zeitraum. Darunter ist etwa der 32 000 Jahre alte Schädel eines Löwen, der in einer Kiesgrube im Oberrheingraben gefunden wurde. Überdies hat nach Worten Rosendahls ein gebürtiger Mannheimer, Karl Friedrich Schimper, den Begriff Eiszeit geprägt.

In der Ausstellung (20.9.2020 bis 14.2.2021) sollen auch die Ergebnisse des interdisziplinären Forschungsprojektes „Schaufenster Oberrheingraben“ gezeigt werden. Dabei geht es um die Altersbestimmung eiszeitlicher Funde, Erkenntnisse über Ernährung und Umwelt sowie um Verwandtschaftsverhältnisse zwischen Tierstämmen. Zu sehen sind 100 Exponate, darunter lebensechte Tierrekonstruktionen und -skelette. Thema ist auch das Leben der Menschen in der Eiszeit.

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Erstellt:
5. Februar 2020, 14:20 Uhr

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