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Mehr „Toiletten für Alle“ für Menschen mit Behinderungen

dpa/lsw Stuttgart. Tausende Menschen mit Behinderungen wie Schädel-Hirn-Trauma, Querschnittslähmung oder Multipler Sklerose im Südwesten finden selten für ihren Bedarf geeignete Toiletten. Das Land stellt jetzt zusätzliche 120 000 Euro für spezielle WCs bereit, die diesen Männern und Frauen die Teilhabe am gesellschaftlichem Leben erleichtern. Inzwischen gibt es in Baden-Württemberg rund 50 „Toiletten für Alle“ mit elektrischem Personen-Lifter, der die Betroffenen vom Rollstuhl auf das WC oder auf eine Liege zum Wechseln der Inkontinenzartikel hebt. Elf weitere sind derzeit nach Angaben des Sozialministeriums vom Sonntag geplant.

Eine Toilette für Menschen mit Behinderung im Einkaufszentrum Milaneo. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Eine Toilette für Menschen mit Behinderung im Einkaufszentrum Milaneo. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Ressortchef Manne Lucha (Grüne) betonte, die Erfahrung zeige, dass Betroffene wegen fehlender geeigneter Anlagen häufig auf Ausflüge verzichten. Und das Ausweichen auf den Boden einer Rollstuhltoilette oder die Rückbank eines Autos sei ein unhaltbarer Zustand.

Erstmals wird in diesem Jahr außerdem auch die Ausstattung einer mobilen „Toilette für Alle“ gefördert. Diese kann beispielsweise in einem Container bei Veranstaltungen im Freien eingesetzt werden.

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Erstellt:
30. August 2020, 13:02 Uhr

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