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Menschen in Deutschland arbeiten Rekord

dpa Nürnberg. Die Menschen in Deutschland arbeiten so viel wie seit 1991 nicht mehr. Trotz sinkender Arbeitszeit steigt das Arbeitsvolumen.

Der Hauptgrund für die gestiegene Arbeitsleistung ist dem IAB zufolge der Anstieg der Erwerbstätigenzahlen um 0,9 Prozent auf knapp 45,3 Millionen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Der Hauptgrund für die gestiegene Arbeitsleistung ist dem IAB zufolge der Anstieg der Erwerbstätigenzahlen um 0,9 Prozent auf knapp 45,3 Millionen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Die Menschen in Deutschland haben im vergangenen Jahr 62,7 Milliarden Stunden gearbeitet - ein neuer Rekord, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg errechnete.

Die Zahl entspreche einem Plus von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und bedeute den höchsten Stand seit 1991, teilte das IAB am Dienstag in Nürnberg mit. Damals waren die Daten erstmals erhoben worden.

„Im Jahr 2019 gab es erneut einen Rekordwert beim Arbeitsvolumen. Dieser wurde erreicht, obwohl die durchschnittliche Arbeitszeit pro Kopf im Zuge des Wirtschaftsabschwungs zurückging. So wurden weniger Überstunden geleistet, und gerade in Zeitarbeit und Industrie sind vor allem Jobs mit hoher Arbeitszeit weggefallen“, sagte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

Der Hauptgrund für die gestiegene Arbeitsleistung sei der Anstieg der Erwerbstätigenzahlen um 0,9 Prozent auf knapp 45,3 Millionen. Jeder Erwerbstätige arbeitete 2019 im Schnitt 1386 Stunden. Selbstständige arbeiteten demnach im Durchschnitt sogar 1902 Stunden, in Vollzeit beschäftigte Arbeitnehmer dagegen nur 1642 Stunden.

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Erstellt:
3. März 2020, 11:57 Uhr

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